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SICK lässt Billy Elliot fliegen

02.10.2015

Mit drei Musical-Preisen für "Billy Elliot - das Musical" setzte die Produktionsfirma Stage Entertainment ihre niederländische Erfolgsserie fort. Ein Erfolg, an dem auch die mit der Theatertechnik beauftragte Silicon Theatre Scenery (STS) aus dem niederländischen De Kwakel beteiligt ist. Das Paradestück von STS ist "Hempy". Das ist die Maschine, die Billy Elliot in seinen Tänzen Flügel verleiht. Die Position sämtlicher Kulissen, Hub- und Versenkeinrichtungen wird von Encodern und Motor-Feedback-Systemen von SICK bestimmt, überprüft und überwacht.

Fliegender Billy Elliot

Für die niederländische Ausgabe von Billy Elliot im Circustheater in Scheveningen hat Silicon Theatre Scenery die gesamte Maschinentechnik und Automation gestellt. "Ein Schwerpunkt von STS ist die Automatisierung von Theaterproduktionen" erklärt Geschäftsführer und Inhaber Ralph Goyarts." "Dabei geht es beispielsweise um die Automatisierung von bestimmten Produktionen, wie z. B. „Billy Elliot - das Musical. Das Circustheater in Scheveningen verfügt natürlich über die bühnentechnische Grundausstattung und wir sorgen für die Automatisierung der Spezialeffekte.  

 

Geschwindigkeit ist Geld

Was STS besonders auszeichne, sei, so Senior Engineer Andries uit de Bulten, die vorgezogenen Liefertermine: "Jeder Tag, der in den Aufbau der Anlage gesteckt werden muss, ist ein Tag weniger für den Kartenverkauf. Je schneller wir also die Schaltungen bereitstellen, desto mehr Geld spart der Produzent. Dass STS so schnell arbeiten kann, ist unter anderem dem modularen Arbeitsprinzip des Unternehmens geschuldet: "Im Grunde geht es bei derartigen Produktion immer darum, bestimmte Objekte in Bewegung zu setzen, wie z. B. Kulissenteile. Dafür benötigt man in der Regel einen Motor. Nach dem zu bewegenden Gewicht sind dafür Motoren mit einem Leistungsspektrum von 20 Watt bis 200 Kilowatt nötig. Für die Steuerung solcher Motoren haben wir vorgefertigte Module entwickelt, die sich im Handumdrehen in den Grid einfügen lassen. Anschließend können daran mittels Plug-and-Play Motoren und SICK-Encoder angeschlossen werden." Das ist vor allem bei neuen Produktionen äußerst praktisch. Zu dem Zeitpunkt, zu dem uns der Auftrag erteilt wird, steht zuweilen noch nicht fest, in welchen Punkten automatisiert werden soll. Das kann dazu führen, dass eine Achse, die auf dem ersten Entwurf mit einem Gewicht von 100 Kilogramm angegeben wurde, plötzlich 500 Kilogramm wiegt. Was natürlich auch einen leistungsstärkeren Regler erfordert. Für uns sind solche Fälle absolut kein Problem: das eine Modul herausholen, das leistungsstärkere Modul hineinschieben, Stecker anschließen und schon läuft die Produktion wieder."

 

Fliegender Darsteller

STS ist immer über die neuesten Entwicklungen in der Entertainmentindustrie auf dem Laufenden. "Es wird immer beliebter, die Darsteller fliegen zu lassen", weiß Andries uit de Bulten. "In dem Musical „Billy Elliot" gibt es eine Tanzszene, in welcher der Billy- Darsteller fliegt. Der Zug, an dem er hängt, wäre in der Vergangenheit von Anfang bis Ende manuell von einem Bühnentechniker bedient worden. Wenn man das Abend für Abend machen muss, ist das Schwerstarbeit. Deshalb haben wir Hempy entwickelt, eine Maschine, die ihren Namen den Hanftauen entlehnt, aus denen früher die Züge in Theatern bestanden."  

  Billy Elliot

"Damit das Gefühl des Ziehens an diesen überlieferten Tauen erhalten bleibt, setzt der Techniker den Zug auch heute noch mit der Hand in Bewegung. Der Hempy ist zu diesem Zweck mit einem Fly-by-Wire-Benutzerschnittstelle ausgestattet, die aus einem Endloskabel zwischen zwei Umlenkrollen besteht. Mit Hilfe eines Encoders wird die Bewegung des Seils auf den Motor übertragen, der Billy dann in die Luft steigen und absinken lässt. Der Hempy ist so eingestellt, dass der Schauspieler nie zu hoch, zu tief oder zu schnell fliegen kann. Damit ist zugleich auch die Sicherheit gewährleistet."  

 

Motor-Feedback-Systeme und Encoder von SICK

Die Bewegung von Hempy und die aller anderer Motoren der STS-Lösungen werden durch Motor-Feedback-Systemen von SICK überwacht. Goyarts: "Die Motoren von Lenze, mit denen wir arbeiten, verfügen ausnahmslos über Motor-Feedback-Systeme von SICK. Diese setzen wir ein, weil sie jederzeit die genaue Position eines Kulissenteils angeben - sogar bei einem Spannungsausfall. Nicht auszudenken, wenn während einer laufenden Vorstellung ein Kulissenteil erst neu referenziert werden müsste, bevor die Handlung weitergehen kann."

Inkremental-Enocder DFS60 Inkremental-Enocder DFS60

Aber STS verwendet zusätzlich zu den Motor-Feedback-Systemen auch Inkremental-Encoder von SICK: "Diese werden beispielsweise auf der Achse eingesetzt, um so die Funktion der Motor-Feedback-Systeme zu überwachen. Denn wenn so viele Kulissenteile über den Köpfen der Darsteller hängen, will man nichts dem Zufall überlassen." Dass die Sicherheit bei STS einen hohen Stellenwert genießt, beweist auch das SIL3-Zertifikat, über welches das Unternehmen verfügt.

Inkremental-Enocder DFS60 Inkremental-Enocder DFS60

Als Senior Engineer arbeitet Andries uit de Bulten gerne mit SICK: "Der Markt fordert von uns, schnell zu liefern. Die Untermaschinerie für „Billy Elliot musste beispielsweise innerhalb von sechs Wochen fertig sein. Das schafft man nur, wenn man verlässliche Partner und zuverlässige Produkte hat. Die technischen Spezifikationen, die SICK seinen Produkten beifügt, sind so ausführlich, dass man als Techniker damit sofort loslegen kann. Und sollten einmal Fragen auftauchen, kann man sich an den guten Kundendienst wenden. Dort arbeiten Leute, die sich in unsere Situation vor Ort perfekt hineindenken können. Was auch hilft: SICK ist eine Weltmarke. Wir haben Partner in Amerika, die dort auch unsere Systeme installieren. Wenn die auf diese Schnelle einen Encoder benötigen, können sie den lokal bei SICK ordern."  

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