Sichere Netzwerkintegration mit microScan3

05.02.2018

Bisher wurde funktionale Sicherheitstechnik in der Automatisierung von Feldbussen und Ethernet-Netzwerken weitgehend getrennt realisiert. Doch die nächste microScan3-Generation setzt neue Maßstäbe: Der microScan3 Core – EtherNet/IP™ ist der erste Sicherheits-Laserscanner auf dem Markt mit CIP Safety™ über EtherNet/IP™ und ist mit allen gängigen EtherNet/IP™-CIP Safety™-Steuerungen kompatibel. Der neue microScan3 Core – PROFINET ermöglicht durch das PROFIsafe-Protokoll eine sichere und zuverlässige Buskommunikation. Mithilfe der PROFINET-IO-Busanbindung werden alle Signale von der übergeordneten Steuerung (FSPS) verarbeitet.

 

 

Die Integration von Sicherheitsfunktionen in die Netzwerke ermöglicht den Austausch von Sicherheitssignalen und nicht sicheren Prozessdaten über dasselbe Netzwerk. Damit öffnen sich neue Wege, auch für die Visualisierung und die Zustandsübermittlung an übergeordnete ERP- und MES-Datensysteme. Vorreiter ist die Automobilindustrie: Hier hat der damals erste Scanner mit einer direkten Schnittstelle an die Steuerung in großen Stückzahlen Einzug gehalten. Aufgrund der großen Marktresonanz haben wir die Familie der SICK-Sicherheits-Laserscanner mit dem microScan3 Core I/O mit innovativer Scantechnologie safeHDDM® ausgebaut. Nun sorgen wir für weiteren Familienzuwachs mit den größeren netzwerkfähigen Geschwister microScan3 Core – EtherNet/IP™ und microScan3 Core – PROFINET.

 

Immer auf dem aktuellen Datenstand

Beide Netzwerkvarianten können mehrere Gefahrbereiche gleichzeitig absichern und bieten bis zu vier simultane Schutzfelder, wodurch mehrere konventionelle I/O-Scanner die Aufgabe erfüllen können. Somit senken die Laserscanner die Anschaffungskosten bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung. Die sicherheitskonforme Integration in bereits vorhandene sichere Steuerungen und Schaltschränke ist problemlos möglich. Zudem bieten die neuen Varianten dem Anwender eine enorme Zeitersparnis, da sie ganz einfach und schnell über das Netzwerk konfiguriert werden können. Des Weiteren sind Sicherheits-Laserscanner vor Manipulationen geschützt. Hierzu überträgt der Sensor die Prüfsumme der Sicherheitskonfiguration an den Leitrechner, wodurch jegliche nicht autorisierten Veränderungen des Feldgeräts erkannt und nachvollzogen werden können.

 

Da die Konfiguration vom zentralen Bedienrechner durchgeführt wird, geht die gesamte Inbetriebnahme schneller und einfacher vonstatten. Entsprechendes gilt für den Betrieb und die Wartung der Sensoren. Weil alle Daten an zentraler Stelle abgelegt werden, hat jeder, der auf sie zugreift, immer den einzigen aktuellen Stand. Damit herrscht Datensicherheit.

 

 

Diagnosedaten überall verfügbar

Die Chancen, durch eine Vielzahl an Daten effizienter, flexibler, ressourcenschonender und mit höherer Qualität produzieren und liefern zu können, hängen letztlich von der Zuverlässigkeit und Robustheit der Daten ab, die den Input der Prozesskette bilden. Und damit wiederum von den Sensoren, die die Realität erfassen und in digitale Signale umwandeln. Der Sicherheits-Laserscanner microScan3 setzt bereits in der Basisvariante durch die innovative Scantechnologie safeHDDM® neue Maßstäbe in puncto Zuverlässigkeit und Robustheit. Mit den Netzwerkvarianten für die direkte und sichere Integration in Feldbusse sind die Sensordaten u. a. auch in Konzepte zur vorbeugenden Wartung integrierbar. So wird beispielsweise die Information über den Verschmutzungsgrad der Frontscheibe, die der Sensor zur Verfügung stellt, automatisch – und rechtzeitig vor einer eventuellen Funktionsbeeinträchtigung oder einer sicherheitsgerichteten Anlagenabschaltung – an das Automatisierungssystem gemeldet. Sollte es doch zu Systemschwierigkeiten kommen, lässt sich der aufgetretene Fehler von zentraler Stelle aus schnell identifizieren und analysieren. Dadurch sind kurze Reaktionszeiten möglich – was eventuelle Ausfallzeiten auf ein Minimum begrenzt. Wäre doch schade um die Daten …

Torsten Rapp

Head of Business Unit Safety Laser Scanners

Torsten Rapp leitet den Bereich Sichere Laserscanner. Bereits 1997 stieg er als Produktmanager bei SICK ein. Zuvor war der Diplomingenieur im Produktmanagement für Investitionsgüter in Forschung und Industrie tätig.

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