Waldkirch / Düsseldorf, im Mai 2025 – Auf der Battery Show Europe vom 3. bis 5. Juni 2025 in Stuttgart präsentiert sich SICK (Halle 10, Stand B100) als breit aufgestellter Lösungsanbieter rund um die Produktion und das Recycling von Batterien. Im Mittelpunkt stehen dabei kamerabasierte Sensoren der Produktfamilien Ranger, Ruler und Inspector830 für die automatisierte 3D- und 2D-Qualitätskontrolle in der Batterieherstellung. Ergänzt werden sie durch Sensoren und Sensorsysteme für die sicherheitsgerichtete Überwachung von Anlagen und Prozessen sowie durch Digitalisierungslösungen auf der Basis von Tracking & Tracing.
Die Batterieindustrie steht an der Spitze des weltweiten Übergangs zu nachhaltiger Energie. Gleichzeitig stellt die steigende Nachfrage nach leistungsstarken, langlebigen und umweltfreundlichen Batterien die Branche vor große Herausforderungen. Folgerichtig stehen neue Ideen für fortschrittliche Batterie- und Herstellungstechnologien, höhere Batterieleistungen, effiziente Prozess- und Qualitätskontrollen sowie für die Reduzierung von Herstellungskosten im Mittelpunkt der Battery Show Europe 2025, der laut Veranstalter größten Veranstaltung rund um Batterietechnologien in Europa.
„Die Deckung der steigenden Marktnachfrage erfordert die durchgängige und sichere Automatisierung von Produktionsanlagen und deren Prozessen sowie effiziente Qualitätskontrollen“, erklärt Philipp Mutz, Global Industry Manager Electronics, SICK AG in Waldkirch. „Darüber hinaus gilt es, das Recycling von Batterien – also die sichere und automatisierte Demontage von Batterien sowie die Überwachung des Rückgewinnungsprozesses von Wertstoffen – durch geeignete Sensorlösungen zu ermöglichen. SICK bietet ein breites Technologie- und Produktportfolio, um die vielfältigen Prozesse in der Batterieherstellung, zum Beispiel für Elektroden, Zellen, Module und Packs, sowie das Recycling gebrauchter Batterien gezielt zu unterstützen.“
Qualitätssicherung durch bildverarbeitende Inspektionssysteme
Machine-Vision-Inspektionssysteme von SICK für die Inline-Qualitätsüberwachung zeichnen sich durch hohe Messgenauigkeit aus und können selbst bei hohen Geschwindigkeiten präzise Prüfaufgaben durchführen. Die 3D-Vision-Kamera Ranger3, die SICK auf der Battery Show präsentiert, erreicht bis zu 15,4 Gigapixel pro Sekunde und eine Auflösung von 2560 x 832 Pixel. Diese Performance ermöglicht eine genaue Erhebung von 3D-Daten, die mit den steigenden Geschwindigkeiten von Produktionslinien mithalten kann. Die Messung der 3D-Daten von Objekten erfolgt unabhängig von der Umgebungshelligkeit, von Farben, Kontrasten und dem optischen Erscheinungsbild von Batteriezellen, -modulen und -packs oder der Oberfläche von Batteriefolie, Gehäusedeckeln, Wärmeleitpaste (Gap Filler) oder Schweißnähten. Für OEMs, Systemintegratoren und 3D-Vision-Endanwender der Batteriebranche, die ihre eigene Prüf-, Mess- und Roboterführungsaufgaben umsetzen möchten, wurde die 3D-Streaming-Kamera der Produktfamilie Ruler konzipiert. Neben ihrer hohen Geschwindigkeit bieten sie auch eine sehr hohe Auflösung, durch die es möglich ist, auch extrem dunkle oder reflektierende Oberflächen von Zellen, Module und Packs in einem einzigen Scan zu inspizieren und Präzisionsdaten für eine genaue Roboterführung auszugeben. Zur individuellen Programmierung steht Entwicklern zudem die gesamte Flexibilität der Software-Entwicklungsplattform SICK AppSpace mit ihrer breiten Palette an Bildverarbeitungswerkzeugen und Applikationsbeispielen zur Verfügung. Dies eröffnet Integratoren in der Batteriebranche einen schnellen Weg zur anwendungsspezifischen Nutzung dieser neuen hochauflösenden 3D-Bildverarbeitungstechnologie von SICK. Der 2D-Kamerasensor Inspector83x wurde entwickelt, um auch in der Batterieproduktion die Qualitätskontrolle einfach und effizient zu gestalten. Die moderne KI-Technologie ermöglicht auch Laien, Bildverarbeitungsanwendungen wie Qualitätssicherung und Fehlererkennung direkt auf dem Sensor zu lösen. Lediglich anhand von Beispielen trainiert, bietet der schnelle Vision-Sensor eine einfache Möglichkeit, jede Batteriekomponente und jedes Detail zuverlässig zu prüfen – und so fehlerhafte Batteriezellen, -modulen und -packs zu erkennen.
Sichere Maschinen und Prozesse
Um Maschinen und Prozesse in der Batterieproduktion entsprechend geltenden Vorschriften und Normen sicherheitsgerichtet zu überwachen sowie eine sichere und effiziente Batterieproduktion zu gewährleisten, bietet SICK Batterieherstellern und Maschinenbauern weltweit ein breites Portfolio an Sicherheitslösungen von Best-in-Class-Produkten bis hin zu fertigen Komplettsystemen – einschließlich branchenspezifischer Auslegungen, Services und Trainings aus einer Hand.
Exotherme Reaktionen können bei Hochvoltspeichern Brände verursachen. Solche Brandrisiken, beispielsweise im Montageprozess, zuverlässig zu erkennen, ist Aufgabe der SICK Hotspot Detection. Hierbei stellen Wärmebild-Kameras überhitzte Oberflächen von Hochvoltspeichern unmittelbar vor dem Einbau in Karosserien vollautomatisch fest. Intelligente Software verarbeitet die Daten der Wärmebildkamera und löst bei Überschreiten der Temperaturgrenzwerte Alarm aus, was eine frühzeitige Reaktion auf die Brandgefahr ermöglicht und den Einbau von Hochvoltspeichern mit beginnender exothermer Reaktion verhindert. Die Hotspot-Detection-Lösung ist einfach in ein Batterie-Produktionsumfeld integrierbar und zeichnet sich durch niedrige Betriebs- und Wartungskosten aus.
Ebenfalls ein Höchstmaß an Prozesssicherheit unterstützt das Kontrollsystem Foreign Object Detection System. Es detektiert Fremdkörper auf einfachen, aber auch auf anspruchsvollen Oberflächen wie beispielsweise Hochvoltspeichern. Das skalierbare System ermöglicht das Prüfen zahlreicher Oberflächen, unabhängig von ihrer Struktur, Textur und Farbe. Für eine gleichbleibend hohe Inspektionsqualität des FOS sorgen 3D-Kameras und das Lasertriangulationsverfahren. Es bildet Oberflächen dreidimensional ab und erfasst so selbst kleinste Fremdkörper unterschiedlichster Form. Zusätzlich lassen sich kundenspezifische Anforderungen in das System integrieren.
Digitalisierung mit Tracking & Tracing
Produktionsprozesse von Batterien zeichnen sich durch hohe Komplexität und Dynamik sowie besondere Anforderungen an deren Dokumentation aus. Mit dem Tracking und Tracing von Batteriezellen, -modulen und -packs sowie deren Komponenten macht SICK die gesamten Herstellungs-, Montage- und Prüfprozesse transparent sowie digital steuer- und nachvollziehbar. Durch das Erfassen relevanter Stamm- und Bewegungsdaten sowie deren Integration in IT-Systeme lassen sich sämtliche logistische Prozesse in Beschaffung, Produktion, Lagerung und Distribution effizient gestalten. Die dadurch mögliche Traceability – also die Rückverfolgbarkeit – ist ein zentrales Kriterium von Qualitäts- und Nachhaltigkeitsanforderungen in der Batteriebranche und basiert neben wirtschaftlichen auch auf regulatorischen, ethischen oder ökologischen Aspekten.
Weiterführende Informationen sowie die Möglichkeit zur Terminvereinbarung finden Interessentinnen und Interessenten auf der folgenden Website: https://s.sick.com/de-de-battery-show-2025
SICK ist einer der weltweit führenden Lösungsanbieter für sensorbasierte Applikationen für industrielle Anwendungen. Das 1946 von Dr.-Ing. e. h. Erwin Sick gegründete Unternehmen mit Stammsitz in Waldkirch im Breisgau nahe Freiburg zählt zu den Technologie- und Marktführern und ist mit 63 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreichen Vertretungen rund um den Globus präsent. SICK beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeitende weltweit und erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Konzernumsatz von 2,1 Mrd. Euro. Weitere Informationen zu SICK erhalten Sie im Internet unter www.sick.com.