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Immer auf Spur: Christoph Frank über seine große Leidenschaft Telemarken

23.01.2019

Christoph Frank ist Mess- und Prüftechniker bei der SICK AG in Waldkirch. Seine Freizeit verbringt der erfolgreiche Wintersportler am liebsten beim Telemarken. Was seine Sportart ausmacht und wie er sich auf einen Wettkampf vorbereitet, erzählt er uns im Interview.

SICK Karriere: Christoph, stell dich doch bitte mal kurz vor. Wer bist du?
Christoph Frank:  Ich bin 20 Jahre alt und habe im Juli 2017 meine Ausbildung bei SICK in Waldkirch als Industriemechaniker abgeschlossen. Seither arbeite im Bereich Process Engineering und bin dort als Mess- und Prüftechniker unter anderem für die Werkstoffprüfung zuständig und unterstütze bei Prozessentwicklungen.

Telemarken hat seinen Ursprung in Norwegen

SICK Karriere: Deine Leidenschaft gilt dem Telemarken, eine der außergewöhnlichsten Skisport-Disziplinen. Was ist Telemarken genau? 
Christoph Frank:  Ursprünglich kommt Telemarken aus der gleichnamigen Provinz Telemark in Norwegen. Anders als beim Alpin Ski, ist man beim Telemarken lediglich mit der Schuhspitze durch eine Bindung am Ski fixiert, was eine enorme Freiheit bietet. Noch fahren recht wenige Skisportler Telemark. Auf der Piste kann es dann schon mal vorkommen, dass mich Leute auf meinen Fahrstil ansprechen, da er auffällt. Telemarken erfährt als Skisport-Disziplin aber einen Hype und wird immer bekannter, was mich sehr freut.

Christoph Frank ist erfolgreicher Wintersportler


SICK Karriere: Wie kamst du zu dieser Sportart?
Christoph Frank:  Bis ich 16 war, bin ich Alpinrennen gefahren. Ein Jahr später habe ich, wie mein Bruder zuvor, eine Skilehrer-Ausbildung begonnen. Voraussetzung der Ausbildung ist, zwei Skidisziplinen zu beherrschen. Da ich gerne neue Herausforderungen habe, wollte ich das Telemarken einmal ausprobieren. Anfangs war es ungewohnt nur mit der Schuhspitze fixiert zu sein, aber nach ein paar Tagen hatte ich den Dreh raus und habe es genossen.

Im Sommer beginnen die Vorbereitungen für die Wintersaison

SICK Karriere: Im Februar findet der Telemark Weltcup am Oberjoch statt, an dem du auch teilnimmst. Wie bereitest du dich auf einen Wettkampf vor? Und was treibt dich immer wieder an?
Christoph Frank:
 Die Vorbereitungen für die Rennen beginnen spätestens im Sommer mit einer Mischung aus Konditions- und Krafttraining und Mountainbike sowie Rennradfahren. Unter der Woche gehe ich dann auch mal nach dem Arbeiten ins Fitnessstudio oder treffe mich mit anderen Athleten aus dem Skiclub zum Training. Ab September bin ich fast jedes Wochenende in Österreich unterwegs, um mich im Schnee vorzubereiten. Das ganze Telemark-Team trainiert dort zusammen am Gletscher. Der Heimweltcup am Oberjoch und auch die Juniorenweltmeisterschaft in Slowenien im Februar sind die beste Motivation, um bei der Vorbereitung alles zu geben und mich weiterzuentwickeln.

Beim Telemarken ist man nur mit der Schuhspitze durch eine Bindung am Ski fixiert


SICK Karriere: Und gibt es eine Eigenschaft aus dem Sport, die dir bei deiner Arbeit weiterhilft?
Christoph Frank:  Regelmäßiges Training, das ganze Jahr über, ist die Basis für eine gute Saison. Disziplin und Selbstständigkeit sind aus diesem Grund extrem wichtig. Ich habe früh gelernt, dass ich extrem selbstdiszipliniert sein muss, um dem Trainingspensum standzuhalten. Zu Trainingswochenenden und Rennen bin ich schon recht jung ohne meine Eltern gefahren und habe dadurch gelernt, selbstständig zu sein. Das kommt mir natürlich auch bei der Arbeit zugute. Ich kann Aufgaben und Herausforderungen sehr gut selbst angehen und habe bei meiner Arbeit als Mess-und Prüftechniker keine Angst Entscheidungen eigenständig zu treffen.

SICK Karriere: Vielen Dank für deine Zeit!

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