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Identifikationslösungen bei der Kommissionierung von Topfpflanzen

22.11.2017

Vollautomatische Gießanlagen, Setzroboter für die Topfpflanzen, Klimacomputer für perfekte Umgebungsbedingungen oder Kommissionierung unterschiedlicher Pflanzenarten. Die Blumenindustrie nutzt heute automatisierte Hightech-Lösungen. Der Gärtner mit Spaten und Wasserschlauch wird entlastet. So auch bei der Topfpflanzenproduktion und Logistik der Rutishauser AG in der Schweiz. Einen wichtigen Beitrag in diesem Technologieumfeld leisten dabei Identifikationslösungen von SICK. Denn RFID-Schreib-/Lesegeräte und Barcodescanner ermöglichen den reibungslosen Versand von über 200 verschiedenen Pflanzenarten pro Tag und meistern die speziellen Umgebungsbedingungen vor Ort.

SICK Rutishauser Identifikation Blumen

 

„Wir arbeiten mit einem lebenden Produkt – das bedeutet ganz besondere Anforderungen an unsere Produktion und Logistik“, sagt Daniel Fuster, IT-Leiter bei der Rutishauser AG. Schmutz wie Erde, lose Blüten, herabhängende Blätter an den Pflanzen und verschiedenste Verpackungen mit Folien und Kartons erschweren die Identifikation der einzelnen Töpfe und der Pflanztabletts, der sogenannten Trays. Gemeinsam mit SICK und dem Integrator Rey Automation AG wurden in der Rutishauser-Logistik im Rahmen der Installation einer flexibleren Steuerung mit nur noch einer Schnittstelle alle Identifikationslösungen evaluiert. Bereits in der Vergangenheit hatte Rutishauser auf Technologie von SICK gesetzt und wählte auch jetzt wieder eine Kombination aus RFID und Barcodescanner. Diese Lösung bietet besondere Zuverlässigkeit beim Lesen der RFID-Transponder an den Trays. Und die Schweizer sind begeistert von den hervorragenden Leseraten des RFID-Schreib-/Lesegeräts RFH630 und des Barcodescanners CLV615. „Das ist ein richtiger Technologiesprung“, sagt Fuster.

 

Zusammenspiel unterschiedlicher Identifikationstechnologien

Pro Jahr versendet Rutishauser dank der SICK-Lösung 450.000 Trays mit Millionen Topfpflanzen und Schnittblumen aus der modernen Kommissionierungsanlage. Zu Stoßzeiten sind das bis zu 20 Lkw-Ladungen täglich, die das Logistikzentrum in Züberwangen bei Wil verlassen und an Großhändler in der gesamten Schweiz ausgeliefert werden. Das Familienunternehmen in der vierten Generation ist auf blühende Topfpflanzen spezialisiert. Geranien, Weihnachtssterne, Alpenveilchen, Chrysanthemen und Schnitttulpen sind die Highlights des hochwertigen und umfangreichen Angebots. Allein im Jahr 2016 wurden 3,5 Millionen Tulpen produziert und verschickt. Beim Züchten der Setzlinge in den Treibhäusern legt die „Blumenfamilie“ ein ganz besonderes Augenmerk auf die richtige Sortenwahl, hohe Qualität und biologische Kulturführung. 

 

SICK Rutishauser RFID CLV Laserscanner

 

Nachdem die Pflanzen in den riesigen Treibhäusern auf großen Tischen gewachsen sind, erfolgt das sogenannte Rüsten. Dabei werden die Töpfe in Trays platziert und anschließend in der Kommissionierung für den Versand vorbereitet. Jedes Tray bekommt einen RFID-Transponder und wird dadurch der passenden Pflanze zugeordnet. In Abhängigkeit von der Priorität der Lieferung wird am ersten von fünf RFID-Schreib-/Lesegeräten die Lieferposition des Kundenauftrags vollautomatisch ausgewählt und mit dem Transponder verlinkt. Somit kann die Ware direkt zu den passenden Stationen an den Aufladebändern transportiert werden – die fünf RFH630 lesen die RFID-Transponder dabei in einem Abstand von 25 cm. Kein Sichtkontakt, raue Umgebungsbedingungen und zuverlässige Leserate – hier spielen die RFID-Schreib-/Lesegeräte von SICK ihre Vorteile aus und sind für Rutishauser die beste Option, die Trays zuverlässig zu identifizieren. Beim anschließenden Verpacken der Trays kommen die Barcodescanner CLV615 zum Einsatz, um die Kartons der jeweils passenden Palette für den Lkw-Transport zuzuordnen.

Identifikation eines Kartons mit CLV Barcodescanner

 

Alles aus einer Hand mit der 4Dpro-Anschlusstechnik

Besonders wichtig war der Rey Automation AG und der Rutishauser AG ein einheitliches Anschlusskonzept mit einer PROFINET-Schnittstelle. Die 4Dpro-Anschlusstechnik mit insgesamt acht Feldbusmodulen CDF600-2 ermöglicht eine schnelle Integration aller eingesetzten Sensoren. „Wir wollen alles aus einer Hand haben – vor allem bei der Signalgebung –, damit auch bei einem möglichen Austausch die Kompatibilität gewährleistet ist. Das ist für uns ein sehr wichtiger Punkt“, sagt Daniel Fuster. Diesen Anspruch hat die 4Dpro-Anschlusstechnik von SICK zweifellos erfüllt. Beeindruckt haben Fuster der Service bei der Parametrierung und die Zuverlässigkeit der Geräte schon bei den ersten Tests: „Auspacken, hinstellen und es hat funktioniert.“

Die Automation bei Rutishauser und in der Blumenindustrie möchte der IT-Leiter mithilfe intelligenter Sensorik in den kommenden Jahren weiter vorantreiben. Ein Rüsten der Trays mit Virtual-Reality-Brillen, die Qualitätskontrolle jeder einzelnen Pflanze mit Inspektionslösungen oder zusätzliche Sensorik zur Messung von Temperatur und Feuchtigkeit während des Transports sind nur einige von Fusters visionären Ideen, in welche Richtung sich seine Branche entwickeln wird – auch dank der Unterstützung durch intelligente Sensoren von SICK.

 

MORE THAN A VISION 

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Andreas Behrens 

Head of Product Management Identification & Vision

Andreas Behrens sorgt mit seinem Team u.a. für den marktgerechten und vorausschauenden Ausbau der Produktpalette im Bereich Identifikation- und Vision-Technologie. Der Elektrotechnikingenieur ist seit 2010 im Unternehmen und ein echter Sensorexperte: Als Head of Market Product Management betreute er bereits branchen- und technologieübergreifend das komplette SICK-Portfolio. 

 
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