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Der kleinste gemeinsame Nenner - globaler not-halt

11.01.2017

Marel ist weltweit führender Anbieter von modernen Anlagen, Systemen und Dienstleistungen für die Fisch-, Fleisch- und Geflügelweiterverarbeitungs-industrie. Von einzelnen Anlagenmodulen bis hin zu komplexen Verarbeitungslinien bietet das Unternehmen die gesamte Prozessverarbeitung. Marel setzt bei seinen modernen Produktionslinien auf Flexibilität und Modularität. Anlagenbetreiber möchten einzelne Maschinenmodule austauschen, neue Module in die Gesamtanlage integrieren und Module neu zusammenfügen können. All dies soll aber keinen hohen Aufwand beim sicheren Vernetzen der Maschinenmodule durch Verdrahtung oder Programmierung bedeuten.   Picture_1 Deshalb setzte Marel auf die Sicherheitsexpertise von SICK und gemeinsam entstand eine genial einfache Lösung: der Global E-Stop. Marel implementiert unterschiedlichste Maschinenmodule in seine Verarbeitungslinien. Einfache Maschinen lassen sich mit Relaistechnik absichern, komplexe Maschinen benötigen eine Sicherheits-Steuerung. Wenn Sicherheitsfunktionen eines Maschinenmoduls auch für andere Maschinenmodule zur Verfügung stehen müssen, gilt es, diese „übergreifenden Sicherheitsfunktionen spätestens beim Zusammenfügen der einzelnen Maschinenmodule in den Gesamtanlagenverbund prozesslogisch zu vernetzen. Je nach Art und Ort einer auftretenden Störung kann es zwar ausreichen, nur eine einzelne Maschine abzuschalten. Manchmal aber - z. B. bei kontinuierlicher Materialzuführung - sind alle vorgelagerten Maschinenmodule stillzusetzen, um Beschädigungen oder Produktverlust zu vermeiden. Dann stellt sich die Frage nach der angemessenen übergreifenden Sicherheitsfunktion - unter Berücksichtigung von Flexibilität und Anlagenverfügbarkeit. Marel setzt in komplexen Maschinen die softwareprogrammierbare Sicherheits-Steuerung Flexi Soft von SICK ein. Mit dem Interface Flexi Line eröffnet sich im Prinzip die Möglichkeit, modulare Maschinenelemente sicher zu vernetzen. Vor allem, da diese Funktionalität standardmäßig im Flexi-Soft-Hauptmodul enthalten ist. Für modulare Anlagen mit weniger komplexen Maschinenmodulen, für die jeweils der Einsatz der Sicherheits-Steuerung Flexi Soft zu aufwendig ist, erschien Marel die Vernetzung mit Flexi Line überdimensioniert. Das Unternehmen suchte deshalb nach einer einfacheren, aber dennoch umfassenden Lösung. Picture_2

Global E-Stop

Es war wichtig, die sicheren Steuerungen getrennt gefertigter Maschinenmodule am späteren Aufstellungsort mit geringstmöglichem Zeit- und Arbeitsaufwand zusammenzuführen - am besten ohne Adressierung, d. h. einfach verbinden, per Teach bestätigen und fertig. Dafür integrierten die Entwickler von SICK eine abgespeckte Flexi-Line-Funktionalität in ein neues Modul der softwarelosen Sicherheits-Steuerung Flexi Classic. Das neue Global-Unit-Modul (GU-Modul) dient dem Aufbau einer globalen Not-Halt-Funktion. Mehrere GU-Module lassen sich über ein spezielles Signal miteinander verbinden. Jedes GU-Modul kennt seinen direkten Kollegen, mit dem es vorher über Teach-in bekannt gemacht wurde. Alle durch Drehschalter an einem GU-Modul anwählbaren Applikationen besitzen eine globale Not-Halt-Funktion. Sie wirkt auf alle Sicherheitsausgänge im System. Im Klartext bedeutet das: Wird ein Not-Halt-Taster an einem GU-Modul betätigt, schalten auch alle anderen Sicherheitsausgänge der miteinander verbundenen Module „Halt. Um den globalen Not-Halt (Global E-Stop) wieder zurückzusetzen, muss die Resetfunktion am selben GU-Modul betätigt werden, an dem der Not-Halt ausgelöst wurde (lokaler Reset).  

 

 

Sicherheit ist immer dann spannend, wenn sie Flexibilität erlaubt

Das Konzept für Marel sieht ein GU-Modul für jedes Maschinenmodul vor. Der Anlagenbetreiber verbindet einfach alle Flexi Classic miteinander. Der Global E-Stop ist bereit. Verursacht ein Maschinenmodul einen globalen Not-Halt, blinkt dort die Signalleuchte. An den anderen Modulen sind die Leuchten lediglich an, ohne zu blinken. In komplexeren Maschinen übernimmt die softwareprogrammierbare Sicherheits-Steuerung Flexi Soft die übergeordnete Steuerungsfunktion. „Seitens des Marktes geht es darum, modulare Maschinenmodule, von denen gegebenenfalls jede mit einer eigenen Sicherheits-Steuerung versehen ist, auf einfache Weise sicher zu vernetzen, beschreibt das Team von Marel die Ausgangslage. „Gerade bei der Nutzung von Maschinen verschiedener Hersteller ist der manuelle Programmieraufwand in einer übergeordneten Steuerung groß. Dies betrifft nicht nur den Initialaufwand, sondern vor allem den Aufwand bei Änderungen. Das kostet nicht nur Zeit und Geld, sondern erhöht auch die Komplexität. Zusammen mit SICK haben wir eine einfache, elegante und kundenorientierte Lösung entwickelt. Sicherheit ist immer dann spannend, wenn sie Flexibilität erlaubt.

     

   

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