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Damit alles rund läuft: Lückenlose Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln

11.08.2016

Gefälschte Arzneimittel verursachen hohe wirtschaftliche Verluste, bergen Gesundheitsrisiken und untergraben das Vertrauen der Patienten. Deshalb hat sich die Pharmabranche verpflichtet, bis 2018 die EU-Richtlinie 2011/62/EU des  umzusetzen. Diese "Fälschungsschutzrichtlinie soll für Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der Lieferkette sorgen. Daher verlangt die Pharmabranche nach neuen Lösungen, um die Fälschungssicherheit von Arzneimitteln zu gewährleisten. Die i-mation GmbH, ein Hersteller industrieller Bildverarbeitungssysteme mit Sitz in Rottweil, bietet nun eine Lösung, die den Leseprozess auf Rundgebinden vereinfacht. Grundlage dafür ist die Leistungsfähigkeit des kamerabasierten Codelesers Lector620 High Speed von SICK.

 

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Die Pharmaindustrie verwendet Data-Matrix-Codes zur eindeutigen Kennzeichnung und Serialisierung von Produktenund zur Gewährleistung ihrer Rückverfolgbarkeit und Fälschungssicherheit. Data-Matrix-Codes verschlüsseln Artikelnummer, Serien- und Chargennummer, Mengen- bzw. Gewichtsangabe und Verfallsdatum eines Arzneimittels in nur einer Codierung. Weitere Vorteile von Data-Matrix-Codes liegen in ihrer kleinen, platzsparenden Symbologie sowie in ihrer hohen Datenkapazität. Darüber hinaus sind sie sehr robust im Druck- und Lesevorgang und daher sicher lesbar. Data-Matrix-Codes lassen sich auf Kartons, Schachteln und eckigen Verpackungen leicht aufbringen und lesen. „Für runde Verpackungen wie Flaschen, Röhrchen oder Vials gilt das nicht, erklärt Ralf Sinnerbrink, Leiter Kundenprojekte bei i-mation: „Je nachdem, wie sich das Produkt dreht, kann der Code an Rundgebinden nicht mehr identifiziert werden.

 

Lesen und Qualitätskontrolle von Codes auf Rundgebinden

Mit dem ID Module 360 hat i-mation ein System entwickelt, das alle gängigen 1D- und 2D-Codes auf Rundgebinden einfach und sicher liest - auch Data-Matrix-Codes. Hierzu sind bis zu zwei kamerabasierte Codeleser Lector620 High Speed von SICK im System verbaut und über einem Förderband positioniert. Die Codeleser lassen sich auf den Durchmesser des Produkts individuell einstellen. „Je nach Code- oder Zellengröße des Data-Matrix-Codes benötigt man für Produkte bis 50 mm Durchmesser nur einen und für Produkte bis 100 mm zwei kamerabasierte Codeleser, so Sinnerbrink. „Mit dem bisherigen System mussten die auf dem Markt bestehenden Produkte vereinzelt werden, damit die Codes beim Lesen nicht verdeckt waren. Und an jeden Produktdurchmesser mussten die Kameras mechanisch angepasst werden, damit sie scharfe Bilder erzeugten. Das ist mit unserem ID Module 360 nicht mehr notwendig. Das neue System ist auch deutlich schlanker - dank des Lector620 High Speed. Seine kompakte Bauform erlaubt die Montage auch bei wenig Platz. Im Einlaufbereich des Abwickelbands registriert eine Miniatur-Lichtschranke WTB4-3 von SICK die Produkte, damit eine eindeutige Zuordnung des Codes zum Produkt erfolgt. Nur so kann eine genaue Produktverfolgung während der Abwicklung gewährleistet werden. Durch das Abwickeln wird das Produkt um mindestens 360° gedreht, was dessen optimale Ausrichtung zur Kamera ermöglicht. Der Lector620 High Speed erkennt falsch oder nicht codierte Produkte schnell und zuverlässig und ist daher insbesondere für Anwendungen mit hoher Geschwindigkeit geeignet. Das ermöglicht einen hohen Durchsatz bei gleichzeitig hohen Stückzahlen in der Produktkontrolle. Falsch oder gar nicht codierte Produkte werden durch ein Signal einfach identifiziert und ausgeschleust.  

 

   

Der Lector62x: ein Allrounder von SICK

Der kamerabasierte Codeleser Lector62x ist ein intelligenter 4Dpro-Sensor von SICK zur automatischen, stationären Decodierung von Codes auf bewegten oder unbewegten Objekten. Der Codeleser ist auf die Anforderungen der Industrie zugeschnitten und stellt auch für die Pharmabranche eine ideale Lösung dar. Denn er liest alle gängigen 1D-Codes (Bar- und Stapelcodes), 2D-Codes (Data-Matrix-Codes, QR-Codes) sowie Klarschrift (OCR), die häufig zur Serialisierung von Arzneimitteln eingesetzt wird. Hierzu werden die Verpackungen mit einer eindeutigen Buchstaben- und/oder Zahlenkombination gekennzeichnet. Der Lector62x erkennt Codes in einem Abstand zwischen 30 mm und 300 mm. Dadurch bietet er die nötige Flexibilität, um verschiedene Produktgrößen zu identifizieren. „Mit seiner integrierten roten und blauen Beleuchtung kann der Lector62x zudem jederzeit sein Lesefeld optimal und kontrastunabhängig ausleuchten, erklärt Patrick Braun, Produktmanager bei SICK. „Auch die schlechteste Codequalität bleibt für ihn lesbar, so Braun weiter. Darüber hinaus bietet der Codeleser höchste Prozesssicherheit und Verfügbarkeit und lässt sich auch ohne spezielle Fachkenntnisse bedienen, denn intelligente  Decodieralgorithmen werten die Qualität der Codelesung aus.

 

Gut vernetzt dank 4Dpro

 

IM0051901Mit seinen vielen Anschlussoptionen lässt sich der Lector62x nahtlos an neue oder bestehende Systeme anschließen - durch die einheitliche Benutzerschnittstelle ist die Anlage im Handumdrehen betriebsbereit. 4Dpro ermöglicht zudem eine Integration in zahlreiche Industrienetzwerke (Ethernet, PROFINET, PROFIBUS und CAN). Über seine Host- Schnittstelle sendet der Lector62x die Lesedaten zur Weiterverarbeitung an einen übergeordneten Rechner.

 

 

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