Biodiversity

SICK Biodiversity Image
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Warum SICK handelt

Biodiversität ist die Vielfalt der Arten, der Lebensräume und des Erbgutes. Der schleichende Verlust dieser Vielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Um die biologische Diversität zu erhalten, braucht es Maßnahmen auf globaler, regionaler, aber auch auf lokaler Ebene.

SICK ist sich in Zeiten von Klimawandel und Ressourcenknappheit seiner Rolle in der Gesellschaft bewusst, will dem Verlust der Artenvielfalt auf lokaler Ebene entgegenwirken und Vorbild für Beschäftigte und Kunden sein. Nachahmung ist dabei explizit gewünscht!

Biodiversität aktiv fördern

Im Handlungsfeld „Biodiversity“ werden Ideen entwickelt und umgesetzt, um die Artenvielfalt an den SICK-Standorten zu schützen und zu erhöhen. So wurden in einem ersten Schritt 2018 Biodiversitätspotenziale an mehreren Unternehmensstandorten identifiziert.

Ziel ist es, der biologischen Vielfalt einen Platz auf den Grünflächen der SICK-Standorte einzuräumen. Wildbienen, Schmetterlinge, Eidechsen, Heuschrecken und viele weitere Bewohner aus Flora und Fauna sollen dort ein Zuhause finden.

Zu diesem Zweck sollen deutschlandweit bis 2022 alle Freiflächen auf Blüh- und Naturwiesen umgestellt werden (ausgenommen sind stark frequentierte Wiesen und Sickergräben). Freiflächen der globalen SICK-Produktionsstandorte möchten wir bis 2025 zu Blüh- und Naturwiesen umwandeln.

Je nach Eignung werden an einzelnen Unternehmensstandorten individuelle Habitate für Insekten, Vögel und Fledermäuse errichtet. Viele Aktionen wurden bereits umgesetzt und werden perspektivisch ausgeweitet, hier einige Beispiele:

  • Fledermausjagdrevier in Waldkirch: Fledermäuse gehören mit zu den bedrohtesten Säugetieren unserer Heimat. Sie leiden nicht nur unter dem Verlust ihres Lebensraumes, sondern auch an Nahrungsmangel. Am SICK-Hauptsitz wurden Eichenstämme aufgestellt, die einen wesentlichen Lebensraum für Insekten darstellen und somit der Hauptnahrungsquelle der Fledermäuse. Durch die zusätzliche Bepflanzung der Stämme mit wildem Wein und Clematis können wir diesen Lebensraum nochmals erweitern und ein großes Nahrungsangebot für die Fledermaus schaffen. Da sich Fledermäuse überwiegend mit der Echoortung orientieren, nutzen sie gerne lineare Strukturen als Leitlinien. Die alleeförmige Ausrichtung der Eichenstämme bildet im Zusammenspiel mit der Positionierung der SICK-Bürogebäude somit ideale Voraussetzungen für ein Jagdrevier. Zusätzlich wurden Fledermauskästen installiert, in denen sich die Tiere tagsüber zurückziehen, ihre Jungen aufziehen und den Winterschlaf abhalten können. 

 

  • Totholzstubben Buchholz: Die Totholzstubben am SICK-Distributionszentrum in Buchholz bilden über die nächsten 20-30 Jahre Lebensraum für viele Tierarten, u.a. Insekten, Vögel und Fledermäuse. Der ausgebrachte Kalkschotter am Boden bietet zudem Lebensraum für weitere, selten gewordene Tiere und Pflanzen, die mageren Boden benötigen. Die Stämme stammen aus einer ökologischen Landschaftspflegemaßnahme, also einem geplanten Kahlschlag.
  • Ökologische Gestaltung von Sickergräben als temporäre Feuchtgebiete: Ebenfalls wurden die bestehenden Entwässerungsgräben am europäischen SICK-Distributionszentrum in Buchholz ausgeweitet, deren Querschnitt vergrößert und drei Mulden geschaffen. Eine eingebrachte Lehmschicht verzögert die Versickerung des Wassers. So entstand ein neues Ökosystem: 
    • Feuchtzonen mit hochspezialisierten Pflanzen, die den Trocken-/Feuchtwechsel aushalten
    • eine Übergangszone
    • Südhangzone auf nährstoffreichem Boden 
  • Aufforstung mit Vogelnährgehölzen und heimischen Baumarten: Jährlich veranstaltet SICK an ausgewählten Standorten eine Klimaakademie für Kinder und Jugendliche. Bei den gemeinsamen Pflanzaktionen mit „Plant for the Planet“ wurden bislang über 150 Bäume und Sträucher, darunter seltene und ökologisch wertvolle Arten wie Elsbeere und Speierling, bei SICK gepflanzt.