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AGVR macht fahrerlosen Traktor sicher für den Außenbereich

14.12.2020

Die neuesten fahrerlosen AGVR-Traktoren vereinen das Beste aus verschiedenen Welten. Herzstück der High-End-FTF-Lösung ist ein robuster Traktor der Weltmarke Spijkstaal, den die AGVR-Ingenieure aus Barendrecht in den Niederlanden mit der gesamten erforderlichen Sensorik und Software ausgestattet haben, so dass der Traktor nun automatisiert seinen Weg findet. Die Sicherheits-Laserscanner outdoorScan3 von SICK sind die Sicherheitsaugen des Traktors. Diese sind weltweit die ersten, die gemäß der neuen Norm IEC TS 62998-1 zertifiziert sind.

Die Sicherheits-Laserscanner outdoorScan3 von SICK sind die Sicherheitsaugen des Traktors.
Die Sicherheits-Laserscanner outdoorScan3 von SICK sind die Sicherheitsaugen des Traktors.

„Spijkstaal und AGVR arbeiten exklusiv miteinander“, erklärt Wim Luijendijk, Managing Director Vertrieb. „Wenn Spijkstaal eine Anfrage für einen automatisierten Traktor erhält, werden wir hinzugezogen. Und wenn wir eine solche Anfrage erhalten, klopfen wir bei Spijkstaal an. Qualität ist in beiden Betrieben von größter Bedeutung. Es muss gut sein. Was wir liefern, muss zehn Jahre lang funktionieren und zehn Jahre lang gewartet werden können.“

„Zunächst entwickelten wir Dreirad-Traktoren mit einer Zugkraft von 4 bis 10 Tonnen als eine Art Standardlösung. Bis sich ein großer Automobilkunde bei uns meldete. Er wollte einen Traktor, der 20 Tonnen ziehen und auf einer nassen Rampe im Außenbereich fahren kann. Ein Wettbewerber schlug einen Traktor mit 25 Tonnen Zugkraft vor, aber wenn eine solche Konstruktion die Rampe hinunterfährt, ist sie wirklich nicht mehr zu bremsen. Zusammen mit Spijkstaal haben wir deshalb einen 40-Tonner angeboten.“

SICK hält seine Versprechen: Sicherheits-Laserscanner für den Außenbereich
SICK hält seine Versprechen: Sicherheits-Laserscanner für den Außenbereich

SICK hält seine Versprechen: Sicherheits-Laserscanner für den Außenbereich

Wim Luijendijk stand mit den 40-Tonnern noch einer weiteren Herausforderung gegenüber: Wie kann die Sicherheit in der Außenumgebung gewährleistet werden? „Anfänglich gab es noch keine zertifizierten Sicherheitsscanner für den Außenbereich. Bis dahin haben wir das Problem mit Sicherheitsstoßfängern und Ultraschallsensoren umgangen, aber diese Lösung war alles andere als ideal. Die Kunden fragen sich immer noch, warum ein Tesla automatisch fahren kann. Als unser SICK-Ansprechpartner bei einem Besuch erwähnte, dass SICK auch an Sicherheits-Laserscannern für den Außenbereich arbeitet, meldeten wir sofort unser Interesse an diesen an. Und SICK hat sein Versprechen gehalten. Diese Außenscanner erfüllen ihren Job“, sagt Luijendijk.

Auch in Bezug auf die Navigation standen Luijendijk und sein Team vor einer Herausforderung: „Wir haben immer RF-Tags verwendet, die wir in den Boden eingebracht haben. Anhand der Daten aus der Leseeinheit unter dem Traktor konnten wir dann die genaue Route bestimmen. Im Inneren haben wir es jedoch mit Stahlböden zu tun. Außerdem war der Kunde nicht erpicht auf RF-Tags im Boden. Schön, dass SICK uns mit dem 2D-LiDAR-Sensor NAV3xx helfen konnte. Auch draußen schneidet er gut ab.“

2D-LiDAR-Sensoren
Wirtschaftlichkeit durch präzise Lasernavigation
NAV3xx
Sicherheits-Laserscanner
Der Sicherheits-Laserscanner für die Automatisierung im Außenbereich
outdoorScan3
Er kommt mit nahezu jedem Untergrund zurecht, sei es Asphalt, Kieselsteine, Holz, Beton oder Stahlblech.
Er kommt mit nahezu jedem Untergrund zurecht, sei es Asphalt, Kieselsteine, Holz, Beton oder Stahlblech.

Bodenfreiheit und Bremskraft

Neben der leistungsstarken Scantechnologie verfügt der neueste Traktor von AGVR über noch mehr besondere Merkmale. Luijendijk fasst zusammen: „Er kommt mit nahezu jedem Untergrund zurecht, sei es Asphalt, Kieselsteine, Holz, Beton oder Stahlblech. Und dank seiner guten Federung verfügt er über eine große Bodenfreiheit: Der Boden muss nicht bündig sein, und Traktion ist garantiert.“

Die AGVR-Lösung verwendet ungebremste Anhänger. Die gesamte Bremskraft muss vom Traktor kommen. „Wir haben uns bewusst für eine vollständige Motorbremse entschieden. Diese lässt sich präzise einstellen. Mechanische Bremsen funktionieren im ersten Monat oft reibungslos, und danach treten die Probleme auf. Dann müssen Sie sehen, wie diese wieder abgestellt werden können. AGVR liefert auch einen intelligenten Flottenmanager für die vier fahrerlosen Traktoren: Diese Software bestimmt, welches Fahrzeug den nächsten logistischen Auftrag erhält“, sagt Luijendijk.

Die fahrerlosen Traktoren von AGVR sind ebenfalls „hybrid“. Dazu sagt der Managing Director Vertrieb: „Sie können bei Bedarf manuell gesteuert werden. Mit einem Schalter lässt sich alles umstellen. Auf den Traktoren befindet sich ein vollwertiges Führerhaus, mit allem Komfort für den Fahrer. Sie können mit dem Traktor auf der Straße fahren, da er auch mit einer Beleuchtung für den öffentlichen Straßenverkehr ausgestattet ist.“

Die fahrerlosen Traktoren von AGVR sind ebenfalls „hybrid“. Sie können bei Bedarf manuell gesteuert werden.
Die fahrerlosen Traktoren von AGVR sind ebenfalls „hybrid“. Sie können bei Bedarf manuell gesteuert werden.

Zehn Jahre Sicherheit

Luijendijk und SICK arbeiten bereits seit Jahren zusammen: „Wir sind auf der gleichen Wellenlänge. SICK liefert professionelles Material und die Unterstützung ist gut. Was uns auch wichtig ist: Wenn wir etwas bauen, muss es mindestens zehn Jahre beim Kunden vor Ort laufen. Von daher müssen auch zehn Jahre lang die entsprechenden Ersatzteile erhältlich sein. SICK macht das möglich.“

„Manchmal wollen Kollegen doch noch online einkaufen. Aber wenn ich sie dann frage, ob der günstigere Anbieter die gleichen Komponenten ebenfalls zehn Jahre lang liefern kann, landen wir bald wieder bei SICK. Und mit diesem neuen Sicherheits-Laserscanner für den Außenbereich von SICK war die Wahl bereits klar. Auf eine solche Lösung hatten wir schon so lange gewartet. Es hat mich nicht überrascht, dass SICK als Erster darauf gekommen ist.

Von daher müssen auch zehn Jahre lang die entsprechenden Ersatzteile erhältlich sein. SICK macht das möglich.
Von daher müssen auch zehn Jahre lang die entsprechenden Ersatzteile erhältlich sein. SICK macht das möglich.

Zukunft: Kostenersparnis von bis zu 60 Prozent

Auf die Frage nach den Zukunftsplänen verrät Luijendijk, dass in naher Zukunft vor allem die neuen fahrerlosen Traktoren auf den Markt kommen werden. „Es handelt sich um ein schönes und ausgefeiltes Produkt. Ich bin in der Zwischenzeit in so vielen verschiedenen Werken gewesen. Dabei fällt mir auf, wie häufig die Logistik noch außerhalb läuft. Wenn Sie all diese Gabelstapler durch unsere neuen Traktoren ersetzen, können Sie bis zu 60 % der Kosten einsparen. So schreiben wir Erfolgsgeschichte.“

 

 


Die fahrerlosen Traktoren mit einer Zugkraft von 40 Tonnen sind unter anderem mit diesen Lösungen von SICK ausgestattet:

outdoorScan3: Zwei Sicherheits-Laserscanner mit einem Sichtfeld von jeweils 270 Grad überwachen die Fahrtrichtung des Traktors.

NAV3xx: Dieser 2D-LiDAR-Sensor wird zur Navigation verwendet.

TiM: Ein 2D-LiDAR-Sensor oberhalb des Sichtfeldes der Sicherheits-Laserscanner verhindert Kollisionen mit höheren Objekten wie Gabelstaplergabeln und Deckenkränen; zwei TiM 2D-LiDAR-Sensoren überwachen die Seiten und sorgen dafür, dass der Traktor anhält, wenn sich ihm jemand nähert.

Ultraschall: Der hintere Ultraschallsensor überwacht, ob der Anhänger vorhanden ist oder nicht; bei Verlust eines Anhängers kann sofort gehandelt werden.

Flexi Soft: Die Sicherheitssignale aller Scanner werden von der Sicherheitssteuerung Flexi Soft verarbeitet; der Flexi Soft Safe Motion Controller FX3-MOC sorgt für die sichere Überwachung der zur geschwindigkeitsabhängigen Feldumschaltung erforderlichen Geschwindigkeit in den Scannern.
 


 

 

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