Qualitätskontrolle, Sicherheitstechnik und Digitalisierung – mit diesen Themenschwerpunkten präsentiert und positioniert sich SICK vom 9. - 11. Juni 2026 auf der Battery Show Europe in Stuttgart (Halle3, Stand D40) als innovativer Lösungspartner der Batteriebranche. Vorgestellt werden u. a. KI-fähige 2D- und 3D-Bildverarbeitungslösungen, Sensoren, Steuerungen und Services für die Maschinensicherheit sowie Softwaretools für Track-and-Trace-Anwendungen oder für das Engineering sowie die Integration und datenbasierte Optimierung von Prozessen. Darüber hinaus zeigt das interaktive Batterie-Tool von SICK nach Themen selektierbare Sensorlösungen für verschiedene Batterie-Fertigungsbereiche sowie für das Recycling von Batterien – mit weiterführenden Informationen zu Produkten und Applikationen. Zusätzlich ist SICK eine der Stationen der Guided Tours des VDMAs über das Messegelände.
Die Batteriefertigung hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, insbesondere durch die Elektromobilität als Megatrend und durch den Aufschwung erneuerbarer Energien. Die Nachfrage nach leistungsstarken und zuverlässigen Batterien und Energiespeichern wächst stetig – und damit die Anforderungen an Qualität, Effizienz und Sicherheit in deren Fertigungsprozessen. Die Messe THE BATTERY SHOW EUROPE in Stuttgart mit begleitender Konferenz gilt als Europas führende Technologiemesse für State-of-the-Art-Batterieherstellung. „Die Veranstaltung zeigt innovative, zukunftsweisende Ideen und Lösungen und deckt die gesamte Lieferkette der Batterie-, Elektro- und Hybridproduktion ab. „Daher ist die Battery Show Europe für SICK die ideale Plattform, um insbesondere mit OEMs, Integratoren und Systemlieferanten der Batteriebranche ins Gespräch zu kommen“, erklärt Andreas Centner, Senior Director Sales Automotive & Electronics, bei der SICK Vertriebs-GmbH in Düsseldorf.
Qualitätskontrolle
Die Machine-Vision-Inspektionssysteme von SICK für die Inline-Qualitätsüberwachung überzeugen durch hohe Messgenauigkeit und ermöglichen selbst bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten präzise Prüfaufgaben. Ein Beispiel dafür ist die 3D-Vision-Kamera Ranger3, die SICK auf der Battery Show Europe präsentiert: Mit einer Performance von bis zu 15,4 Gigapixeln pro Sekunde und einer Auflösung von 2.560 × 832 Pixeln erfasst sie hochauflösende 3D-Daten zuverlässig und synchron zu den steigenden Taktraten moderner Fertigungslinien. Die Messung erfolgt unabhängig von Umgebungshelligkeit, Farben, Kontrasten oder dem optischen Erscheinungsbild der Prüflinge – etwa von Batteriezellen, -modulen und -packs sowie von Batteriefolie, Gehäusedeckeln, Wärmeleitpasten (Gap Filler) oder Schweißnähten. Entwickelt für Produktionsumgebungen mit hohem Durchsatz, kombiniert der Ranger3 hohe Geschwindigkeit mit hoher Sensorauflösung und bietet damit herausragende 3D-Performance für verschiedene Prozessschritte in der Batteriefertigung, beispielsweise bei der Inspektion prismatischer Zellen, von Isolationsfolien oder in der Inline-Qualitätskontrolle. Die kompakte Bauform, vielseitige Befestigungsmöglichkeiten sowie die GigE-Vision-konforme Schnittstelle erleichtern die mechanische und systemseitige Integration der robusten Kamera.
Ergänzend dazu präsentiert SICK mit den kompakten 3D-Streaming-Kameras der Produktfamilie Ruler hochauflösende Möglichkeiten für anspruchsvolle Prüf-, Mess- und Robotikaufgaben in der Batterieproduktion. Die Kameras wurden speziell für OEMs, Systemintegratoren und 3D-Vision-Endanwender konzipiert, die eigene Applikationen realisieren möchten. Dank ihrer filigranen Höhenauflösung im Mikrometerbereich erfassen sie auch extrem dunkle oder stark reflektierende Oberflächen von Zellen, Modulen und Packs in einem einzigen Scan und liefern präzise Daten für die Roboterführung sowie die Prüfung kleinster Details, etwa an Kondensatoren oder Schweißpunkten. Werksseitige Kalibrierung, die Konformität zu internationalen Bildverarbeitungsstandards wie GigE Vision und GenICam sowie eine hohe Inbetriebnahme- und Nutzerfreundlichkeit ermöglichen eine schnelle Integration.
Die Möglichkeiten, die Deep Learning (DL) für die Qualitätskontrolle in der Batteriefertigung eröffnen kann, demonstriert SICK anhand des Vision-Sensors Inspector83X mit integrierter Intelligent-Inspection-App. Gezeigt werden können nicht nur verschiedene intelligente Machine-Vision-Prüfungen, die sich DL zunutze machen, sondern auch, wie einfach Applikationen unterschiedlicher Komplexität dank des intuitiv bedienbaren DL-Trainingstools SICK dStudio Cloud Service von SICK umgesetzt werden können. Dieses ermöglicht ein schnelles, skalierbares und einfaches Deep-Learning-Training und bietet optimierte Inspektionsgenauigkeit und schnelle Ausführung auf SICK-Geräten. Gleichzeitig vereinfachen intelligentes Datenmanagement und kollaborative Annotation stark die Handhabung großer Trainingsdatensätze. Auf der Battery Show Europe können beispielsweise komplette Workflows zur Klassifikation und Anomalieerkennung schnell und direkt am Exponat erklärt werden.
Wie selbstverständlich Künstliche Intelligenz (KI) auch in der Qualitätskontrolle der Batteriefertigung eingesetzt werden kann, präsentiert SICK anhand der Bildverarbeitungsplattform SICK NOVA sowie der 3D-Sensorlösung Visionary AI Assist. Mit einer bedienungsfreundlichen Weboberfläche und KI-Fähigkeiten hilft SICK Nova Profis und Laien, auch anspruchsvolle Anwendungen schnell und einfach zu bewältigen. SICK Nova ist mit verschiedenen 2D- und 3D-Sensortechnologie von SICK kompatibel – so auch dem Visionary AI Assist. Der Sensor kann zugleich zur KI-gestützten 2D-Erkennung von Personen und zur 3D-Erkennung und -Kontrolle von Objekten eingesetzt werden und ist damit beispielsweise für den Einsatz in hochautomatisierten Batteriewerken geeignet. SICK erläutert die Funktionalität dieser und anderer Sensor- und Inspektionslösungen am Exponat anhand ausgewählter Muster und Anwendungen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Besucher des Messestandes ihre eigenen Muster mitbringen und Anwendungen testen können.
Maschinen- und Anlagensicherheit
Mit der Sicherheitssteuerung Flexi Compact bietet SICK anwendungsgerechte Skalierbarkeit und Funktionalität für Sicherheitsszenarien in unterschiedlichsten Produktionsschritten in der Batteriefertigung. Aufgrund ihrer Modularität lässt sie sich ideal an unterschiedlichste Applikationsanforderungen anpassen und durch die kompakte Bauweise platzsparend integrieren. Flexi Compact überzeugt durch eine hohe Usability: Projektierung und Inbetriebnahme erfolgen schnell und einfach mit der intuitiven Konfigurationssoftware Safety Designer und einem benutzerfreundlichen Gehäuse. Diagnosedaten stehen für gängige Feldbussysteme zur Verfügung. Ein schneller Produktionsanlauf, erhöhte Maschinenverfügbarkeit und erweiterte Funktionen wie die sichere Reihenschaltung mit Flexi Loop steigern Produktivität und Effizienz im Maschinenlebenszyklus.
Ideal geeignet für komplexe Maschinenarchitekturen, wie sie u. a. auch in der Batterieproduktion anzutreffen sind, ist die Sicherheitssteuerung Flexi Net. Ihre skalierbare Steuerungsarchitektur und die bis zu 512 TÜV-zertifizierten Funktionsbausteinen ermöglichen den Aufbau ganzer sicherheitsgerichteter Maschinennetzwerke entlang von Produktionslinien. Zudem lassen sich Sensoren vielseitig in die Sicherheitssteuerung integrieren. Safe Motion über integrierte HTL-Eingänge und applikationsspezifische Funktionsbausteine erfüllt zudem die Anforderungen mobiler Roboter – wie sie in der Batterieproduktion zunehmend Einzug halten.
Digitalisierung
Track-and Trace-Anwendungen sind ein Paradebeispiel dafür, was Digitalisierung in Unternehmen nicht nur der Batteriebranche bewirken kann. So ist das Ident Gate System von SICK in der Lage, mithilfe vielfältiger Sensoren zur Objekterfassung, Warenidentifikation und Richtungserkennung an einem Leseportal palettierte Waren, die mit Barcodes oder 2D-Codes oder auch mit UHF-RFID- oder Hybrid-Tags gekennzeichnet sind, zuverlässig zu identifizieren. Waren werden automatisch und beleglos verbucht, mit ihren Daten auf Lieferavisen und Versanddokumenten abgeglichen, auf Plausibilität und Vollständigkeit geprüft und sofort materialwirtschaftlich erfasst. Damit gewährleistet das IGS volle Transparenz im Warenein- und -ausgang – und somit eine digitalisierte und dokumentierbare Warenverfolgung. Auch die Incoming Goods Suite ist eine digitale Komplettlösung von SICK für die automatisierte Warenannahme. Basierend auf einer Softwareplattform zur Sammlung, Verarbeitung und Bereitstellung packstückrelevanter Daten ermöglicht das System transparente und effiziente Übergabeprozesse im Wareneingang. Um individuellen Anforderungen im Wareneingang an die Identifikation und Sortierung von Sendungen beispielsweise für verschiedene Bereiche in der Batteriefertigung gerecht zu werden, steht die individuell auslegbare Komplettlösung für die automatisierte Warenannahme in skalierbaren Automatisierungsgraden zur Verfügung.
Um Batteriehersteller und Kunden anderer Branchen bei der Digitalisierung von Prozessen und Anwendungen noch besser zu unterstützen, hat SICK die durchgängige und skalierbare IIoT-Plattform Sentio entwickelt. Sie verbindet effizientes Engineering, nahtlose OT-IT-Integration und datenbasierte Optimierung. Das Engineering Tool Sentio Creator hilft bei der Applikationsauslegung, der Inbetriebnahme, der Wartung und dem gesamten Lifecycle-Management der Geräte. Hinzu kommt die Möglichkeit, die Datenströme sicher, kontinuierlich und effizient mit Lösungen von SICK zu integrieren. Sie unterstützen eine Vielzahl an industriellen Feldbussen und Schnittstellentechnologien. Dabei erfassen, analysieren und visualisieren die applikationsspezifischen Lösungen Daten aus verschiedenen Quellen. So können Prozesse, zum Beispiel die Maschinenverfügbarkeit oder die Transparenz im Materialfluss, datenbasiert optimiert werden. Der End-to-End-Ansatz über den gesamten Lebenszyklus hinweg reduziert die Komplexität von Digitalisierungsprozessen. Und dank des modularen Aufbaus der IIoT-Plattform passen sich die Lösungen an die individuellen Herausforderungen an und lassen sich auch für zukünftige Aufgaben skalieren.
Mit connectX präsentiert SICK auf der Battery Show Europe eine Standardsoftware für nahtlose Feld-IT-Integration. Sie erfasst, verarbeitet und überträgt Sensordaten über offene und proprietäre Protokolle wie CoLa, IO-Link, MQTT und OPC UA. Daten verschiedener Sensoren mit unterschiedlichen Protokollen können so – ohne Programmieraufwand – standardisiert in IT-Systeme integriert werden. Dank der intuitiven Benutzeroberfläche lassen sich Datenströme einfach konfigurieren, vorverarbeiten und aggregieren. Die bidirektionale Kommunikation ermöglicht eine flexible Bereitstellung für IT-Anwendungen und -umgebungen wie Windows, Linux, Docker Container und die SICK AppEngine. Am Messeexponat werden die Informationen für einzelne Bereiche und Anwendungen wie Wareneingang (SICK Incoming Good Suite und PAIS), Produktion (Energy Monitoring/Robot Vision/IO-Link) und Warenausgang (SICK Ident Gate) auf einem FieldAnalytics Dashboard visualisiert und so die Möglichkeit der Prozessanalyse entlang der Wertschöpfungskette geboten.
Mit interaktivem Tool gezielt Sensorlösungen für die Batterieproduktion finden
Damit Unternehmen die Qualität und Effizienz in der gesamten Fertigung optimieren können, hat SICK das interaktive Tool für Sensorlösungen in der Batterieproduktion entwickelt. Die browserbasierte Softwarelösung führt entlang der Wertschöpfungskette und zeigt eine Vielzahl von Applikationen und passenden Sensorlösungen innerhalb der Prozessschritte. Es unterstützt bei der Auswahl passender Lösungen – abgestimmt auf die verschiedenen Applikationen und Anforderungen. Von der Elektrodenproduktion über die Zellfertigung und die Modul- und Packmontage bis hin zum Batterierecycling – das interaktive Tool erläutert, wie Sensorlösungen von SICK Prozesse effizienter und sicherer machen können.
Weiterführende Informationen und die Möglichkeit zur Terminvereinbarung finden Interessenten unter https://s.sick.com/de-de-battery-show-2026.
Über SICK:
SICK ist einer der weltweit führenden Lösungsanbieter für sensorbasierte Applikationen für industrielle Anwendungen. Das 1946 von Dr.-Ing. e. h. Erwin Sick gegründete Unternehmen mit Stammsitz in Waldkirch im Breisgau nahe Freiburg zählt zu den Technologie- und Marktführern und ist mit 63 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreichen Vertretungen rund um den Globus präsent. SICK beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeitende weltweit und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz von 1,8 Mrd. Euro. Weitere Informationen zu SICK erhalten Sie im Internet unter www.sick.com.