Mehr Überblick im Wareneingang
13.04.2026
Wie Liebherr am Standort Nenzing mit der Incoming Goods Suite Prozesse optimiert
Unklare Übergaben, aufwendige Abstimmungen mit Paketdienstleistern und zeitraubende Suchen nach dringend benötigten Sendungen – Herausforderungen wie diese gehören für viele Unternehmen zum Alltag im Wareneingang. Auch bei Liebherr am Standort Nenzing war die saubere Übergabedokumentation über eingehende Sendungen lange ein zentrales Thema. Seit kurzem nutzt Liebherr in Nenzing deshalb die Incoming Goods Suite (IGS) erfolgreich im operativen Betrieb.
Klarheit von Anfang an
Im Optimalfall werden alle Sendungen bereits im Vorfeld durch die Paketdienstleister angekündigt, so auch bei Liebherr. Diese Informationen werden in der Incoming Goods Suite hinterlegt. Dadurch ist jederzeit sichtbar, welche Pakete erwartet werden, welche bereits eingetroffen sind und welche noch fehlen.
Nach der Registrierung im Wareneingang werden die Sendungen direkt konkreten Lagerplätzen zugeordnet. Hierbei nutzt der Anwender die von SICK entwickelte Operator Assistance App auf einem mobilen Handscanner. Die dadurch in der IGS hinterlegen Informationen reduzieren die Suchzeiten erheblich – insbesondere dann, wenn Pakete kurzfristig benötigt werden.
Messbare Ergebnisse im Wareneingang
Direkt mit Einführung der Incoming Goods Suite zeigen sich deutliche Effekte im Tagesgeschäft. Prozesse rund um Übergabeverifikation und Abstimmung mit CEP-Dienstleistern sind heute deutlich transparenter und effizienter.
Allein durch die aktuell angebundenen Dienstleister konnten signifikante Zeitersparnisse erzielt werden, die sich bereits innerhalb eines Jahres positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirken. Darüber hinaus profitieren die Fachbereiche von:
- deutlich reduzierten Suchzeiten
- effizienterem Pakethandling durch Priorisierung
- vereinfachter interner Kommunikation
„Die Zahlen sprechen für sich. Mit der Automatisierung unserer Prozesse war es uns möglich, mehr als 350 Arbeitsstunden in einem Jahr einzusparen“, so Dragomir Boromisa, Teil des Project Teams zum Thema „Goods Receipt“.
Partnerschaftliche Umsetzung statt Insellösung
„Die Implementierung der Prozesse und die Einbringung neuer Ideen in der Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter mit SICK sowie die Einbindung in die firmeneigene IT-Landschaft waren geprägt von einer außergewöhnlich partnerschaftlichen Zusammenarbeit“, so Thomas Steber, Hauptabteilungsleiter Intralogistik bei Liebherr in Nenzing.
Gemeinsam wurde sichergestellt, dass sich die Lösung nahtlos in die bestehende Prozess- und Systemlandschaft integriert, statt als isolierte Einzellösung zu agieren. Ein Beispiel dafür ist der automatische Import von Paketankündigungen aus bestehenden Dokumenten sowie die Anbindung an vorhandene Benutzer- und IT-Strukturen.
Langfristige Perspektive
Nach dem erfolgreichen Projektstart wird die enge Zusammenarbeit zwischen Liebherr und SICK fortgeführt. Neben dem Wareneingang soll künftig auch die interne Auslieferung transparent abgebildet werden. Zudem werden bereits Ideen zur Weiterentwicklung und zur Anbindung weiterer Standorte diskutiert.
Das Projekt zeigt: mehr Überblick und Prozessklarheit im Wareneingang sind kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Hebel für effiziente Logistikprozesse.
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