Von der Idee zum Prototyp
Bevor allerdings die ersten Paletten neuen Typs vom Band liefen, mussten EPAL und Partner wie SICK gemeinsam einige Herausforderungen meistern. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) entschied sich EPAL für den QR-Code. Andere technische Lösungen wie z.B. festverbaute Sensoren oder RFID-Tags wurden evaluiert, fielen dann aber in einem der drei Bewertungskriterien (Kosten – Nutzen – Machbarkeit) durch. Entweder waren die Verfahren in Produktion bzw. Recycling zu aufwändig oder zu teuer.
Über das Enterprise Lab am IML kam der Kontakt zu SICK zustande. EPAL entschied sich für SICK, weil die Leistungsfähigkeit der kamerabasierten Codeleser, die auch bei schwierigen Umgebungsbedingungen sehr guten Leseraten haben, überzeugte und das Unternehmen in der Lage war, die Integrationssoftware für den Leitrechner einschließlich des Systembaus aus einer Hand anzubieten.
Gemeinsam mit Experten von IML, Druckerherstellern und EPAL entwickelten die Anwendungsexperten und Software-Ingenieure von SICK in mehreren Monaten den Prototypen eines solchen Palettenserialisierungssystem. Der Teufel steckte dabei im Detail, denn bei der Pilotinstallation haben die Partner festgestellt, dass das Drucken von QR-Codes auf die Holzklötze eine der größten technischen Herausforderung darstellte. Um diese Herausforderung zu meistern, gab SICK die Sensordaten an die Druckerhersteller, damit die Drucker so optimiert werden konnten, um eine Leserate von über 99% zu erreichen. Zum Gelingen trugen auch die Service-Techniker von SICK aus Polen und Deutschland bei. Dank ihrer Praxiserfahrung bei Installation und Inbetriebnahme von Lector62x-Sensoren konnten sie diese optimal für die teils anspruchsvollen Umgebungsbedingungen konfigurieren.