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Ein starkes Team: das 4Sight Druckprüfsystem und SICK AppSpace

22.11.2019

Ein Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen SICK und AutoCoding Systems ist die Markteinführung des ersten intelligenten, vollautomatischen Vision-Prüfsystems für aufgedruckte Codierungen und Zeichen auf Verpackungen von Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Konsumgütern.

Das automatische 4Sight Druckprüfsystem ermöglicht Produzenten eine erhebliche Reduzierung ihrer täglichen Produktionsunterbrechungen. Es ist gelungen, in die auf der SICK InspectorP 2D-Vision-Kamera installierte AutoCoding 4Sight Software eine bahnbrechende Innovation zu implementieren. Sie ermöglicht in einem geschlossenen Kreis eine direkte Übermittlung der von einem Standard-Laser-, Tintenstrahl- oder Thermotransferdrucker beliebiger Marke aufgedruckten Informationen.

 

Hochgeschwindigkeits-Prüfsystem für ausgedruckte Codes

Die Anwendung ist eine der ersten, die unter Einsatz des SICK AppSpace Eco-Systems entwickelt wurde. Sie bewährt sich als zuverlässiges Hochgeschwindigkeits-Prüfsystem für ausgedruckte Codes wie Datumsangaben, Chargen- und Zeilennummern. Lästige, kostspielige Unterbrechungen der Abläufe und das bei konventionellen Vision-Systemen erforderliche zeitraubende Einlernen Tausender Bilder und Schriftarten sowie des Verpackungsdesigns im Umfeld, das die Prüfung beeinflusst, waren bisher Alltag. Dank des neuen Konzepts der direkten Kommunikation gehören sie nun der Vergangenheit an.

Durch die Zusammenarbeit mit SICK und die Möglichkeit, eine so leistungsstarke Entwicklungsumgebung wie SICK AppSpace zu nutzen, konnten wir aufbauend auf den Stärken von AutoCoding das Konzept von Druckprüfsystemen grundlegend überarbeiten“, erläutert Mike Hughes, Geschäftsführer von AutoCoding Systems. „Das Ergebnis ist eine direkt vernetzte Verbindung zwischen Drucker und 2D-Vision-Kamera – verbunden mit der einzigartigen Fähigkeit der 4Sight Software, den Codeprüfungsprozess automatisch zu optimieren. Da die künstliche Intelligenz in die Anwendung bereits eingelernt wurde, „weiß“ das AutoCoding System genau, nach welcher gedruckten Information es suchen soll. Dadurch passt sich das System automatisch an neue Druckaufträge an. Es gibt nun erheblich mehr Möglichkeiten zur Verfeinerung der Vision-Abnahmekriterien und zur Vermeidung unnötiger Stopps der Linie, denn falsche Leseergebnisse aufgrund des Verpackungshintergrunds oder natürlicher Schwankungen der Position, an welcher der Code aufgedruckt wurde, gehören der Vergangenheit an.

 
4Sight Automatic Print Inspection System with SICK AppSpace
4Sight Automatic Print Inspection System with SICK AppSpace

 

 ‚Good read‘ oder ‚no read‘ für jedes Produkt neu festlegen

Unterstützt von SICK AppSpace, der auf der hochauflösenden SICK InspectorP 2D-Vision-Kamera installierten Software, prüft die 4Sight Software gleichzeitig, ob der Code vorhanden und sachlich richtig ist sowie lesbar aufgedruckt wurde. Ein PC wird an der Linie nicht mehr benötigt. Die Benutzer können für jedes Produkt neu festlegen, was als Good Read, Schlechtlesung oder No Read zu klassifizieren ist.  Das Einlernen von Schriftarten, Konfigurieren von Merkmalen oder Schwerpunktbereichen auf der Verpackung oder Fixieren auf eine bestimmte Kante oder ein bestimmtes Logo sind nicht mehr erforderlich. Die optimalen Kameraeinstellungen werden in einem einfachen, benutzergeführten Prozess der Selbsteinrichtung konfiguriert.

Flexibility with ‘good read, bad read or no read’ on a per product basis
Flexibility with ‘good read, bad read or no read’ on a per product basis

 

Prüfung von Bildern innerhalb kürzester Zeit

Unterstützt durch die hohe Auflösung und Verarbeitungsstärke der SICK Vision-Technologie ist die Lösung in der Lage, Bilder innerhalb kürzester Zeit zu prüfen. Sie funktioniert auch bei erhöhten Liniengeschwindigkeiten, darunter auch in Hochgeschwindigkeitsanwendungen wie Flaschen- und Dosenabfüllanlagen. Das automatische Druckprüfsystem 4Sight kann als Einzelsystem für alle wichtigen Druckermarken konfiguriert und auch in unternehmenseigene Codeentwicklungssysteme integriert werden.  Auch eine Konfiguration zur Verbindung mit anderen Geräten, etwa einem Encoder, ist möglich. Darüber hinaus kann es auch in andere Systeme integriert werden, beispielsweise zur Steuerung eines Zurückweisungssystems. Die Lösung kann umfangreiche Diagnoseberichte und Ereignisprotokolle ausgeben sowie Aufnahmen von den Überprüfungen speichern und an einen beliebigen Ort innerhalb des Kundennetzwerks weiterleiten. Für Machbarkeitsstudien, Installation, Integration, Schulung und fortlaufenden Support steht AutoCoding Systems gern zur Verfügung.

Neil Sandhu, Product Manager, Imaging, Measurement, Ranging & Systems bei SICK UK ergänzt: „Viel zu oft mussten in der Vergangenheit Produktionsteams unsere Hilfe anfordern, bis sie schließlich ihre Vision-Systeme komplett aufgaben – der durch ein überempfindliches System und damit häufige unnötige Stopps der Linie verursachte Aufwand war einfach zu hoch geworden. Für die Bediener ist die Lösung dieses Problems zu komplex. Deshalb erweist sich das Vision-System häufig als Fehlinvestition. Wenn dann Codeprüfungen bei Anlieferung der eigenen Erzeugnisse zu einer Rücksendung von Produkten führen, riskiert der Hersteller Vertragsstrafen und eine Schädigung seiner Kundenbeziehungen. Deshalb ist das 4Sight-System ein so wichtiger Durchbruch – eine leistungsstarke, zuverlässige Lösung, die gleichermaßen einfach einzurichten und zu nutzen ist.“

 

Video: SICK AppSpace – Engineering Framework für Ihre individuellen Sensorapplikationen 

SICK Sensor Blog
SICK Sensor Blog

Detlef Deuil 

Head of Product Management Vertical Integration Products

Als Leiter des Produktmanagements Vertical Integration Products verantwortet Detlef Deuil bei SICK unter anderem die Markteinführung relevanter Produkte für die Industrie 4.0. Dazu zählt das Eco-System SICK AppSpace, das die Programmierung anwendungsspezifischer Applikationen direkt im Sensor ermöglicht, sowie die Sensor Integration Machine (SIM). Diese fusioniert Daten von Sensoren und Kameras, wertet sie aus und ermöglicht ihre Übertragung in die Cloud.

 
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