Staubemissionen messen - geht das auch einfach?

08.07.2015

Staubemissionen messen geht auch einfach ‒ wenn die Messtechnik stimmt. Die richtige Wahl des Messgeräts hängt sowohl von den Eigenschaften des Messmediums ab als auch von den Umgebungsbedingungen. SICK spielt gerade hier seine Stärken aus - mit bewährten Messprinzipien in einem umfassenden Produktportfolio und mit jahrzehntelanger Erfahrung durch viele tausend Installationen. Nun geht es nicht allein um die Einhaltung behördlicher Vorgaben. Staubemissionen zu senken, ist der Wunsch vieler. Doch welche Messtechnik ist nun die richtige, welche Geräteausführung nun die geeignete?

dust-measuring In  einem  Punkt  wollen  alle  Messtechniker  nur  das eine:  Genau  muss  die  Staubmessung  sein  und  schnell  bei hoher Verfügbarkeit mit äußerst robusten Messgeräten. Je detaillierter die Aufgabe formuliert ist, desto sicherer und kosten- günstiger kann die Messung durchgeführt  werden. Dies gilt über die Investitionskosten hinaus für die gesamte Betriebsdauer des Messgeräts. In trockenen, auch korrosiven und heißen Schornsteinabgasen.  In der Prozesskontrolle mit nassen Abgasen, bei kleinsten Staubkonzentrationen nach Tuch- und Taschenfiltern oder hohen Staubkonzentrationen  im  Rohgas  vor Elektrofilter.  Für den  Personen-  und Arbeitsschutz müssen Feinstäube teilweise mit Partikelgrößen im µm-Bereich in der Hallenluft  überwacht  werden.  Auch in  Steinbrüchen  können  Staubmessgeräte  von  SICK  die  extreme  Staubentwicklung  von Zerkleinerungsmaschinen effektiv und genau erfassen.  

 

Das alles ist möglich

 

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7 Fragen für das richtige Messgerät. Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken

Kleine Staubkonzentrationen, wie  sie  aufgrund  der  sich verschärfenden Umweltstandards immer häufiger zu messen sind, erfordern ein besonders empfindliches Messverfahren.  SICK  konzentriert  sich  seit  der  Pionierzeit  von  Erwin  Sick  1956  auf  optische Messverfahren.  Das Streulichtverfahren  bietet beste Voraussetzungen, um geringste Konzentrationen  zu erfassen.  Das passt  gerade  für  anspruchsvolle  Anwendung  in  heißen oder aggressiven Gasen bei kleinen oder mittleren Staubgehalten.  Streulicht-Staubmessgeräte DUSTHUNTER SB50  und  SB100  arbeiten  nach  dem  Prinzip  der Rückwärtsstreuung von Licht. Die Installation im Schornstein ist denkbar einfach,  eine einzige Öffnung genügt.  

 

DUSTHUNTER: flexibel durch viele Geräteausführungen

Schornsteine  mit  hoher  Wanddicke  erfordern  Staubmessgeräte  mit  spezieller  Geometrie - ohne Abstriche in der Messgenauigkeit, auch bei kleinsten Staubkonzentrationen.  In anderen  Schornsteinen  darf  es  nur  eine  besonders  kleine  Öffnung  zur  Installation  der  Messtechnik sein. Für beide Fälle gibt es die Lanzenversion DUSTHUNTER SP100, in sinnvoll abgestuften  Lanzenlängen  von 435  bis 2.435  mm.  Die Durchmesser  der  erforderlichen  Bohrung  liegen  bei  höchstens  130 mm.  Ausgeführt in  Edelstahl, Titan  oder  Hastelloy, sind  die  Lanzen  auch  gegen  heiße und  korrosive  Medien  gewappnet. DUSTHUNTER  SP100  arbeitet ebenfalls mit Streulicht, und zwar mit der höchst empfindlichen Vorwärtsstreuung. DUSTHUNTER SF100 ist das Angebot für die wirklich schwierigen Fälle in puncto Schornsteingeometrie  und Medienbedingungen.  Wenn bei  großen Kanälen  mit  Inhomogenitäten  oder  Verwirbelungen  des  Medienstroms  zu  rechnen ist, erschwert  es  die  repräsentative Staubmessung.  Das Problem  lässt  sich  nur  mit  einer  Messung  über  den  gesamten  Schornsteindurchmesser lösen.  Der nach  dem  Streulichtprinzip (Vorwärtsstreuung) arbeitende  DUSTHUNTER  SF100, bei  dem  der  Empfänger  gegenüber  installiert  wird  -  also  auf  der anderen Schornsteinseite, ist hierfür ideal.  Selbst kleinste  Staubkonzentrationen  misst  er hochgenau.  Aber  er  empfiehlt sich ebenso für den Einsatz in korrosiven und  heißen Medien.  Der DUSTHUNTER  SF100  hat  fast  keinen Medienkontakt.  

 

Transmissions-Staubmessgeräte: ideal bei mittlerer und hoher Staubkonzentration

Mit nur einer Messung über den gesamten Schornsteinquerschnitt sind die Konzentrationswerte schnell erfasst.  Auch die  Transmission  ist  ein  weitverbreitetes  optisches Verfahren, ideal  zur Messung mittlerer und hoher Staubkonzentrationen:  Die Transmissions-Staubmessgeräte DUSTHUNTER T50, T100 und T200.  Für die  einfache  Messung genügt der DUSTHUNTER T50.  DUSTHUNTER  T100  enthält  wie  die  Messgeräte  mit  dem  Streulichtprinzip  eine  automatische Verschmutzungsmessung  und -korrektur.  Sie  warnt rechtzeitig, wenn  die  Verschmutzung  der  Messoptik  das  zulässige  Maß überschreitet.  DUSTHUNTER T200  ist  außerdem  mit  einer  automatischen  Selbstausrichtung  der Optik ausgestattet, die  nur  SICK bietet.  Sie  korrigiert  einen  Verzug  der  optischen Achse, der  durch  die  thermische  Ausdehnung  des  Schornsteins hervorgerufen werden kann. Beides erspart überflüssige Wartungszyklen. Die automatische Selbstausrichtung  erleichtert  bereits  die  Inbetriebnahme des Geräts.  

 

Zuweilen wird es nass …


Dank integrierter Spülung eine einzigartige Lösung für die Düngemittelproduktion: FWE200DH Dank integrierter Spülung eine einzigartige Lösung für die Düngemittelproduktion: FWE200DH

 

In manchen Prozessen werden Abgase in Wäschern gereinigt, bevor sie freigesetzt  werden.  In feuchten  Stäuben  ist  eine  zuverlässige  Staubkonzentrationsmessung  besonders  schwierig.  Herkömmliche Staubmessgeräte können zwischen Staubkörnern  und Wassertröpfchen  nicht unterscheiden, was  die  Messergebnisse verfälscht. Hier hilft nur eines:  Das Medium  aus  dem  Schornstein  mit  einem  Bypass-System absaugen, trocknen  und  dann messen.  So  funktioniert  das  extraktive Streulicht-Staubmessgerät FWE200DH.  Permanent  entnimmt  es  dem  Schornstein Abgas, trocknet  es  in  wenigen  Sekunden  mit  einem  Thermozyklon  und  erfasst  die  in  aller  Regel  besonders  niedrigen  Staubkonzentrationen  hoch  genau  mittels  Vorwärtsstreuung.  Das FWE200DH  ist  platzsparend  gebaut  und  erlaubt  somit  eine  Anbringung  direkt  am  Schornstein.  Ausgestattet ist  es  mit  einer  korrosionsbeständigen  Entnahmesonde  aus PVDF.  

 

… und manchmal auch extrem staubig

Entstaubungsanlagen übernehmen eine Schlüsselfunktion  bei  der Luftreinhaltung. Es gilt unter anderem Filterdefekte frühzeitig zu erkennen, bevor die zulässigen Grenzwerte überschritten werden.  Das Streulicht-Staubmessgerät FW102  ist  einseitig  am  Reingaskanal  nach  der  Filteranlage  montiert.  Und misst unabhängig von Gasgeschwindigkeit, Feuchte oder Ladung der Partikel.    

   

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