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Mission possible: der robot day 2007 bei SICK in Waldkirch
 
 
Am Samstag, den 27.10.2007 fand das lange erwartete Event endlich statt: der robot day.

Bereits vor knapp einem Jahr schrieb SICK diese Veranstaltung im Internet aus. Adressaten waren Schulen, Forschungseinrichtungen und Universitäten, die sich zur Teilnahme anmelden konnten. Ziel war es, mit einem autonom gesteuerten Fahrzeug outdoor eine Slalomstrecke von 100m Länge, indoor einen Parcours über 25m in möglichst kurzer Zeit zu durchfahren. SICK stellte dazu jedem angemeldeten Team einen S300-Laser-Scanner zur Verfügung, dessen Nutzung aber nicht zwingend vorgeschrieben war.

Zum robot day kamen 22 Teams von 14 Einrichtungen, die entweder eine oder beide Strecken durchfahren wollten. Pünktlich um 8:30 Uhr erreichten die ersten Team-Busse das SICK-Gelände und man hatte reichlich Zeit, die Arbeitsplätze einzurichten und Testfahrten in beiden Slalomparcours durchzuführen. Um 13 Uhr wurde es ernst: zunächst starteten die Outdoor-Rennen, im Anschluss ging es indoor weiter.

Glück im Unglück hatte das Team der Uni Kaiserslautern mit dem Fahrzeug RAVON:
Das mit Abstand größte Fahrzeug im Outdoor-Parcours blieb bei der Testfahrt kurz vor dem Ziel liegen und ließ sich nicht mehr bewegen. Mit einem Hubwagen wurde RAVON abtransportiert und kurzfristig eine Behelfswerkstatt neben der Strecke eingerichtet. Eine Spezialschraube war gebrochen. Aber wie sollte man dafür am Samstag Ersatz herbeischaffen? Das Mechatroniker-Team der SICK-Ausbildungsabteilung konnte helfen: eine neue Schraube wurde hergestellt und der Rest der abgebrochenen Schraube aus dem Motorraum entfernt. 15 Minuten vor dem Start des Outdoor-Rennens war RAVON wieder fit – und das RAVON-Team war begeistert von dieser Leistung.

Weniger Glück hatte indessen der schwedische Teilnehmer:
Die University of Technology in Luleå, Schweden, wurde von einem Ein-Mann-Team vertreten. Eine 2.634 km lange Reise nach Waldkirch lag hinter dem Teilnehmer, der mit seinem Fahrzeug indoor und outdoor starten sollte. Bei seiner Ankunft musste er allerdings feststellen, dass sein Roboter die Reise nicht unbeschadet überstanden hatte: die Mechanik war beschädigt und während der Reparaturversuche im Hotel ist obendrein auch noch ein Spannungswandler abgebrannt. Trotz vieler Hilfsangebote konnte das Fahrzeug nicht starten – sehr schade!

Eine beeindruckende Leistung lieferte das jüngste Team im Indoor-Parcours: das Fahrzeug der drei Schüler des Montessori Zentrums Angell in Freiburg durchfuhr die Strecke fehlerfrei in 1½ Minuten und erreichte den 5. Platz. Das war SICK einen mit 200 Euro dotierten Sonderpreis wert.

Einen weiteren Sonderpreis erhielt das Team der Hochschule Offenburg, da deren Fahrzeug den 3. Platz im Indoor-Rennen um weniger als 1 Sekunde verpasste.

Für ein Schmunzeln bei allen Anwesenden sorgte das Fahrzeug des Teams Kobra der Universität Koblenz-Landau. Dieses durchfuhr im ersten Durchgang den Outdoor-Parcours völlig problemlos. Vor dem 2. Durchlauf wurde eine kleine Veränderung an der Software vorgenommen. Dies führte dazu, dass das Fahrzeug von den Kurven in der zweiten Hälfte des Parcours sichtlich irritiert war, mehrfach vor- und zurücksetzte, im Kreis fuhr und sich letztendlich kurz vor dem Ziel auf den Weg zurück zum Start machte. Auch im Indoor-Parcours legte es ein ähnliches Verhalten an den Tag, was sogar beim eigenen Team für Erheiterung sorgte und beim Publikum Sympathiepunkte einbrachte.

Mehr als 40 SICK-Mitarbeiter waren als freiwillige Helfer an zwei Tagen beim robot day im Einsatz. Außerdem verpflegten die Mitarbeiter des Betriebsrestaurants Teams und Helfer den ganzen Tag über und versorgten die Zuschauer mit Kaffee und Kuchen.

Am Abend taten sich noch einige Teams zusammen, um den gelungenen Tag beim Monkey Jump Festival in Freiburg zu feiern.
 
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