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„Anspruch an uns, Versprechen gegenüber unseren Kunden und Partnern“


SICK insight:
Wieso gibt sich SICK ein Leitbild und was ist das generelle Ziel?

Anne-Kathrin Deutrich: Wir haben uns kein Leitbild gegeben, sondern die langjährige Unternehmenskultur analysiert und unsere Identität und Ziele in dem Leitbild formuliert. Ob Independence, Innovation oder Leadership – SICK ist in den letzten 50 Jahren nur deshalb so erfolgreich gewesen, weil diese Werte lebendiger Bestandteil der Unternehmenskultur waren. Das Leitbild musste also nicht erfunden, sondern „nur“ analysiert, um die langfristigen Unternehmensziele ergänzt und griffig formuliert werden. Das Ziel ist es, Mitarbeiter und Umwelt heute und zukünftig in Einklang mit dem Unternehmen zu bringen. Gleichzeitig dient es natürlich auch zur selbstbewussten Positionierung von SICK im Markt der Automatisierungstechnik.

SICK insight: Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang der Slogan „Sensor Intelligence.“?

Dr. Robert Bauer: Der Slogan zeigt unseren Kunden eindeutig an, was sie von uns erwarten dürfen: intelligente Sensoren. Wir sind Sensorikspezialisten, die in ihren „Innovationen“ neue Technologien einsetzen, neue Lösungsmöglichkeiten entstehen lassen, durch die Sensortechnologien immer intelligenter werden, die den Stand der Technik ständig fortschreiben und so aktiv „Leadership“ dokumentieren. Das Ganze geht natürlich nur, wenn man wie SICK auch die nötige „Independence“ besitzt, um unabhängig und eigenverantwortlich am Markt zu agieren. Sie sehen also: Der technische Inhalt unseres Leitbildes und die Unternehmenskultur sind eng miteinander verwoben.

SICK insight: Ob Einkäufer, Systemintegrator oder Anlagenbetreiber – was hat ein Kunde vom SICK-Leitbild?

Dr. Robert Bauer: Independence, Innovation und Leadership sind Werte, die für viele Kunden eine große Rolle spielen. Mit dem Leitbild geben wir das Versprechen ab, dass der Kunde sich auf sie verlassen und sie einfordern kann. Wir sagen: unsere Produkte sind offen für alle Systemwelten. Der Kunde kann also die Sensoren nach Belieben einbinden, da er von uns die Schnittstellenoptionen erwarten darf. Wir sagen: wir erschließen Märkte mit innovativen Produkten und Lösungen. Unsere Kunden wissen, dass sie bei uns mit neuen Anforderungen an Sensoren auf offene Ohren stoßen. Wir sagen: Wir schaffen durch Technologieführerschaft überlegenen Kundennutzen. Unsere Kunden wissen, dass sie bei Schwierigkeiten mit der Realisierung dieses Nutzenversprechens bei SICK auf Support vertrauen dürfen. Hinzu kommen auch nichttechnische Aspekte, die sich unter dem Stichwort Sicherheit zusammenfassen lassen. Gibt es das Unternehmen in 10 Jahren noch? Wie zuverlässig ist das Unternehmen? Welchen Wert haben die Aussagen seiner Mitarbeiter? Ist auf das Gesamtpaket SICK Verlass? Im Leitbild kommunizieren wir die eindeutige Antwort: Ja. Und wir machen durch die Wir-Aussagen deutlich, dass wir aktiv an der Weiterentwicklung dieser für die Unternehmenskultur so wichtigen Werte arbeiten.

SICK insight: Das sind ja deutliche, starke Statements. Wie internationalisieren Sie diesen Anspruch?

Anne-Kathrin Deutrich: Da sprechen Sie einen wichtigen Punkt an. Unsere Töchter sind weltweit für etwa 70 % des Umsatzes verantwortlich und in vielen Märkten ganz vorne. Unser Erfolgsrezept lautete schon in der Vergangenheit: weltweit führen mit lokalen Kompetenzen vor Ort. Und genauso halten wir es mit dem Leitbild. Viele Mitarbeiter unserer Tochterunternehmen haben aktiv an dessen Analyse und Formulierung mitgearbeitet. Sie haben ihre Ideen eingebracht und setzen diese nun eigenverantwortlich vor Ort um. Das wird sicherlich mit unterschiedlichem Tempo und unterschiedlicher Intensität geschehen – aber der gemeinsame Wertekatalog und die gemeinsame Zielvorgabe sind formuliert, so dass die Kunden rund um den Globus das Leitbild als Versprechen auffassen und einfordern können.

SICK insight: Vielen Dank für das Gespräch.
 
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