Suche   Starten
   
 
Schachtkavernen ohne Begehung dreidimensional vermessen
Für die Vermaßung von Schachtkavernen hat das Institut für Geodäsie und Photogrammetrie der ETH Zürich (Professur für Geodätische Messtechnik und Ingenieurgeodäsie, geomETH) einen Prototyp eines neuartigen Messsystems auf der Basis des Laserscanners LMS entwickelt. Die Lösung ist präziser und für das Einsatzpersonal sicherer als die herkömmliche Handvermessung.

>> Steiler Abstieg durch den Vertikalschacht, Feuchtigkeit, Schmutz und unvorhersehbare Zustände – kaum einer geht gerne in die Schachtkaverne. Mit dem Kavernenmesssystem (KMS) der ETH Zürich ist dies auch nicht mehr erforderlich – sehr zur Freude der Mitarbeiter von Tiefbauämtern oder von Ingenieur- und Vermessungsbüros.

Kopfüber in die Tiefe
Montiert auf einem Drehtisch geht der LMS200 mittels Teleskopstativ kopfüber in die Tiefe. Unten angekommen, wird er zur Messung um 360 ° gedreht.Während der Messung werden die Messdaten des LMS200 sowie die momentane Position auf dem Drehtisch gegenüber dem Ursprung (Nullpunkt) auf einer Harddisk registriert.

„Dunkelheit, dunkle Wände oder feuchte Betonflächen – nichts be-
einträchtigt die Einsatzmöglichkeit des 3D-Messsystems “, sagt Hans-Martin Zogg vom Institut für Geodäsie und Photogrammetrie der ETH Zürich begeistert. Die praxisrelevante Messdistanz liegt zwischen 1 m und 30 m.Das Resultat eines etwa dreiminütigen Rundum-Scans mit dem LMS200 ist eine Punktwolke, bestehend aus mehr als einer Million einzelner Messpunkte.

Der Detaillierungsgrad der Punktwolke ist abhängig von der Auflösung des 3D-Messsystems. Die vertikale Auflösung ist auf 0,25 ° beschränkt, die horizontale Auflösung ist hingegen beliebig variabel. In der Punktwolke sind dadurch auch kleinste Kanäle oder Sprossen der Einstiegsleiter deutlich sichtbar. Mittels der
Auswertesoftware des KMS entsteht dann das 3D-Modell der Schachtkaverne.

Nicht zuletzt dank des LMS200 bleibt das KMS im eng gesteckten Kostenrahmen, was es für mögliche Anwender wie Tiefbauämter, Stadtwerke oder Vermessungsbüros interessant macht.
 
Kontakt
Infoservice
Fachbeiträge
Aspekte der Maschinensicherheit