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Keine blühende Phantasie


Blumen- und Pflanzenfabriken unter Glas sind die Spezialität des nieder-ländischen Unternehmens Hawe Systems Europe B.V. Vom Setzling bis zur fertigen Topfpflanze sind SICK-Sensoren der „grüne Daumen“ innerhalb der teilweise komplexen Transport- und Prüfsysteme.
>> Seit vielen Jahren sind Hawe und SICK Lösungspartner für die Automatisierung im Agrarsektor. Zu den „schönsten Gewächsen“gehören der Topfgerbera-Erzeugungsbetrieb von JHL Potplants in Pijnacker und die fünf Gewächsfabriken von Bunnik Plants in Bleiswijk.

Blumengrüße haben ganzjährig Saison

Blumengrüße zu Namens-, Hochzeits-, Mutter-, Valentins- und sonstigen Festtagen kommen immer an. „Es reicht daher nicht aus, die Pflanzen ganzjährig einfach unter Glas wachsen zu lassen. Die Erzeugung vom Setzling bis zur verkaufsfähigen Pflanze ist ein komplexer Prozess, der sinnvoll automatisiert sein muss, um die Kundennachfrage von Januar bis Dezember effizient bedienen zu können“, sagt Hans Lekkerkerk Senior von JHL Potplants. Er muss es wissen, denn täglich verlassen etwa 30.000 Topfgerberas seinen Erzeugungsbetrieb. Dieser wurde von Hawe konzipiert und – mit umfangreicher SICK-Sensorik – realisiert. Auch in den fünf Betrieben von Bunnik Plants spielt neben dem grünen Daumen die Automatisierung der Transport- und Prüfprozesse die entscheidende Rolle. Das Unternehmen liefert täglich 300.000 Trend- und Saisonpflanzen aus. „Zu den Abnehmern gehören kleine und mittlere Einzelhandelsbetriebe – aber auch Großabnehmer wie Ikea, Aldi oder Lidl“, beschreibt Frans Bunnik die anspruchsvolle Klientel, die besonderen Wert legt auf Spitzenqualität zu scharf kalkulierten Preisen. „Effizienz unter Glas – darauf kommt es daher an.“

Wachstumsorientierte Transportsysteme

Bei Hawe ist dieser Wunsch bekannt. Die Kompetenz des Unternehmens bei der Automatisierung im Agrarsektor zeigt sich bei JHL Potplants wie bei Bunnik Plants u. a. an der Auslegungder Transportsysteme. „In der Eintopfphase stehen die Pflanzen sehr dicht beieinander“, erläutert Erik Vermeijden von Hawe. „Mit zunehmendem Wachstum erhalten sie mehr Raum – insbesondere auf den Transportsystemen. Dabei wandern sie zwischen den einzelnen Bearbeitungsvorgängen automatisch immer näher an die abschließenden Sortier- und Verpackungsstationen heran.“ Die eingesetzte Sensorik erfüllt je nach Einsatzgebiet verschiedene Aufgaben. Bedienfreundliche Plug & play-Miniatursensoren der Baureihen W 100 und W 140 erfassen einzelne Planzen und Pflanzentöpfe auf den stationären Transportsystemen. Die zwischen verschiedenen Gewächshausabteilungen verkehrenden fahrerlosen
Transportfahrzeuge sind mit Laserscannern abgesichert. „Die Geräte
sind besonders agrartauglich“, berichtet Erik Vermeijden. „Sie funktionieren gleichermaßen bei grellem Sonnenlicht oder Nebel und lassen sich von Hummeln oder Vögeln im Gewächshaus nicht ausbremsen. Fahrzeuge für die Fahrt im Freien sind mit beheizten und wasserdichten Scannern ausgerüstet.“

Blühend ins Geschäft – blühendes Geschäft

Größe und Blütenstand entscheiden am Ende darüber, ob z. B. eine Topfgerbera fertig für den Versand ist. Mit MLG-Lichtgittern wird die Höhe jeder einzelnen Pflanze gemessen und geprüft, ob sie Blüten trägt, denn in einer „Pflanzencharge“ kann es zu Zeitunterschieden zwischen Früh- und Spätblühern von bis zu drei Wochen kommen. „Einmalig bei der Prüfung ist dabei, dass der Sensor sicher zwischen einem Topf und überhängenden Blättern unterscheiden kann“, sagt Erik Vermeijden. Auf diese Weise kommen nur blühende Pflanzen in den Handel und sorgen dort für blühende Geschäfte.





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