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Schneller schleusen, weniger Unfälle

Die Durchfahrt durch den Panama-Kanal, wohl eine der berühmtesten Wasserstraßen weltweit, ist schneller und sicherer geworden. 74 LMS erkennen Schiffe, die sich den Schleusen nähern; die spezielle Boat Detection Software erledigt den Rest.

>> Rund 14.000 Schiffe passieren jährlich den Panama-Kanal. Dabei passieren sie auf ihrer etwa 80 km langen „Landfahrt“ die drei Schleusensysteme Miraflores, Pedro Miquel und Gatún. Rein rechnerisch fährt alle zwei Kilometer ein Schiff. Für den Schleusenbetrieb bedeutet das Arbeit rund um die Uhr – ein- und ausfahrende Schiffe wechseln sich nahezu ohne Unterlass ab. Die zunehmende Verkehrsdichte vor Augen, entschlossen sich die Behörden von Panama nach der Rückgabe des Kanals durch die USA im Jahr 2000 umgehend zur Einleitung von Modernisierungsmaßnahmen.

Zuverlässige Bootserkennung erforderlich

Zwei der Hauptziele lauteten: Vermei den von Kollisionen von Schiffen und Schleusen sowie Optimierung der Schleusenprozesse. Ausgangspunkt hierfür war jedoch eine Möglichkeit, Schiffe im Schleusenbereich sicher zu erkennen. Die bislang eingesetzte Infrarot-Sensorik konnte diesem Anspruch aus einer Reihe bau- und ablauftechnischer Gründe nicht genügen. Über Doger Technology, einen langjährigen Ausrüster des Panama-Kanals, kam das Projekt zu SICK Spanien. „Wir wiederum erinnerten uns, dass unsere Kollegen von SICK France bereits über eine fertige Boat Detection Software verfügten“, berichtet Jaume Catalán Gimeno. „Wir hatten also alles beisammen: das LMS 211 mit LMI-Auswerteeinheit als einen bereits in Hafenapplikationen bewährten Sensor sowie eine Software, die die Messwerte für die Schleusensteuerung verständlich macht.“

Installation bei laufendem Schleusenbetrieb

Über 8 Monate hinweg waren bis zu 28 Personen mit der Projektplanung und
-abwicklung beschäftigt. Nach einer ersten Prototypen-Installation wurden nach und nach alle drei Schleusensysteme ausgerüstet. „Gefragt waren dabei vor allem Tempo und Flexibilität, denn zwischen den einzelnen Schiffsdurchfahrten war teilweise nur wenige Minuten Zeit, um einzelne Montageschritte durchzuführen. Danach hieß es wieder, das nächste Schiff abzuwarten“, erinnert sich Projektleiter Roger Flores. „Als am Ende alles installiert war, die Software lief und die Steuerung sowie die Visualisierung wie gewünscht funktionierten, war die Erleichterung groß. “ Die Sicherheit der Schleusentore und der Schiffe sowie das Schleusen konnten deutlich verbessert werden – eine Leistung, vor der die Auftraggeber ihren Panama-Hut ziehen.

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