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Schieflauf-Erkennung und Kransteuerung per Lasermessung Das Unternehmen EECV schlägt im Europoortgebiet des Hafens von Rotterdam jährlich 24 Millionen Tonnen Eisenerz und etwa 4,5 Millionen Tonnen Kohle um. Laserscanner von SICK überwachen die kilometerlangen Gurtförderer und steuern den weltweit größten, kontinuierlich arbeitenden Löschkran.
Für die im Ruhrgebiet ansässigen Stahlfabriken des ThyssenKrupp Steel AG und Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH spielt EECV bei der Lieferung von Eisenerz und Zuschlagstoffen für die Eisen- und Stahlherstellung und von Kohle eine entscheidende Rolle. „Alles, was bei EECV passiert – das Löschen von Seeschiffen, die Lagerverwaltung und das Beladen von Schubleichtern und Eisenbahnwaggons mit Erz und Kohle – verläuft dank des Einsatzes der LMS-Laserscanner von SICK sicher und effizient“, sagt Dipl.-Ing. Tobias Böke von der Ingenieursgesellschaft für Automation, dem Integrationspartner von EECV.
Erkennung und Korrektur von schieflaufenden Förderbändern
Eine der wichtigsten Aufgaben der LMS bei EECV ist die Schieflauf-Überwachung der Transportbänder. „Die Förderbänder bringen die Erze und Kohle von den Löschkränen zum Lagergelände“, beschreibt Martin Roest, IKT-Spezialist bei EECV, den Prozess. „ Sie werden durch die Art der zu transportierenden Werkstoffe schwer belastet. Bei Kohle kann es Probleme durch Gleiten und Kleben geben, bei Erz durch das hohe Gewicht, die Härte und die raue Struktur. Da die Belastung niemals gleichmäßig über das gesamte Band verteilt wird, kann dieses anfangen schief zu laufen. Abgesehen von erhöhtem Verschleiß kann dies Unfälle verursachen.“ Mit Hilfe von Laserscanner wird der Schieflauf bereits frühzeitig erkannt und korrigiert. Die für den Outdooreinsatz konzipierten Geräte sind an einem Portal über den Gurtförderer installiert und liefern auch bei dunklem Fördergut auf dunklen Förderbänder sehr exakte Messergebnisse über den aktuellen Bandlauf.
Multifunktional und Megakran-tauglich
Multifunktionalität war bei der Automatisierung der Krananlagen gefragt. Die etwa zwanzig Sorten Erz und vierzehn Sorten Kohle, die EECV lagert, müssen getrennt bleiben. „Die Krane, mit denen wir schütten und abtragen, sind auch mit LMS-Scannern ausgerüstet“, sagt Martin Roest. „Beim Schütten sorgen sie für eine homogene Verteilung des Materials. Und beim Abtragen melden sie der Schaufel, wo diese am besten als Nächstes greifen kann, um ein Einstürzen oder Verschieben der Masse zu verhindern.“ Wenn der Kran vom Schütten zum Graben wechselt, werden die dafür erforderlichen neuen Zielfelder in das LMS einprogrammiert. „Das geht schnell und macht den Kran wirklich multi- funktional“, erläutert Tobias Böke. Folgerichtig hat man bei EECV auch den weltgrößten kontinuierlich arbeitenden Löschkran mit Lasermesstechnik versehen. „Die Megakonstruktion ist mit Laserscannern LMS ausgestattet, damit das Löschen von Kohle mit größtmöglicher Prozesssicherheit abläuft“, sagt Martin Roest. Während des Löschens sinkt der Kran immer tiefer in den Laderaum, und mit ihm auch die Bedienkabine, von der aus der Kranführer den Kran steuert. Die LMS-Laserscanner von SICK überwachen die Bereiche, die sich außerhalb des Sichtfelds des Kranführers befinden.
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