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SICK hält an langfristiger Ausrichtung fest - Gutes Ergebnis 2008 bestätigt Produktstrategie - Globale Wirtschaftskrise zwingt zu umfangreichen Sparmaßnahmen 

 
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2009-04-17 

Waldkirch, 17. April 2009   
Auch wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr beträchtlich verschlechtert haben, blickt SICK insgesamt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 zurück, in dem der Umsatz um 4,2 Prozent auf 737,3 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Das EBIT in Höhe von 71,3 Mio. Euro stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,1 Prozent. Das Eigenkapital stieg um 13,2 Prozent auf 220,9 Mio. Euro, so dass die Eigenkapitalquote von 43,0 auf 48,5 Prozent zunahm. Dennoch hat der stark rückläufige Auftragseingang im 1. Quartal 2009 ein Maßnahmenpaket erforderlich gemacht, um sich den Marktgegebenheiten anzupassen. 
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Das EBIT in Höhe von 71,3 Mio. Euro stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,1 Prozent. Dieser Zuwachs ist auch der guten Entwicklung des Segments Prozessautomation zu verdanken, für das 2008 das erfolgreichste Geschäftsjahr seit seinem Bestehen  darstellt.  Die Fokussierung auf die Kernkompetenzen Gasanalyse und Durchflussmessung haben sich im Berichtsjahr sehr positiv ausgewirkt. Das Segment-EBIT in Höhe von 11,2 Mio. Euro konnte gegenüber dem Vorjahr wesentlich gesteigert werden. Die Segmente Fabrik- und Logistikautomation mussten aufgrund des massiven Umsatzrückgangs im letzten Quartal 2008 einen EBIT-Rückgang um 10,8 Prozent auf 60,1 Mio. Euro hinnehmen, da die Aufwendungen für Vertrieb und Forschung & Entwicklung auf das hohe Niveau des 1. Halbjahres 2008 ausgerichtet waren.

 Mehr als 5.000 Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2008 beschäftigte der SICK-Konzern 5.092 Mitarbeiter und damit 7,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund die Hälfte davon sind in Baden-Württemberg beschäftigt. Relativ betrachtet wurden im Ausland mehr Mitarbeiter, nämlich 216 oder 13,1 Prozent, eingestellt als im Inland, wo 155 neue Beschäftigte – das sind 5,0 Prozent mehr als im Vorjahr, ihre Tätigkeit aufnahmen. Für Aus- und Weiterbildung wurden im SICK-Konzern 2008 insgesamt 7,7 Mio. Euro und damit 9,1 Prozent mehr aufgewendet als im Vorjahr.

SICK begegnet Wirtschaftskrise mit Kurzarbeit und Vertriebsoffensive
Um den Nachfragerückgang zu kompensieren hat SICK bereits im Dezember ein umfangreiches Programm zur Kostensenkung gestartet, das seit Jahresbeginn nach und nach angepasst wurde: So wurde nach dem konsequenten Abbau von Urlaub und Gleitzeit ab März für einen großen Teil der Belegschaft der SICK AG Kurzarbeit angemeldet. Der Vertrieb, die Lieferkette zum Kunden sowie der Kundendienst sind jederzeit sichergestellt. Für das Segment Prozessautomation ist wegen aktuell guter Auslastung derzeit keine Kurzarbeit vorgesehen.
Unter dem Motto “SICK Innovation Marathon 2009“ geht der Sensor-Spezialist weltweit in die Offensive. Im Zentrum steht der direkte Dialog mit den Kunden über individuelle und innovative Lösungen, die gerade in Krisenzeiten die Effizienz in deren Produktion steigern. Die nachhaltigen Investitionen in Forschung und Entwicklung leisten dazu ihren Beitrag: applikationsgerechte Erweiterung nahezu aller Sensor- und Steuerungsfamilien und neue Technologien, durch die Anwendungen besser oder überhaupt erst gelöst werden können. 52 neue Produkte werden im Laufe des Jahres auf den Markt kommen. SICK konzentriert sich auf die persönliche Beratung – entweder direkt beim Kunden oder auf den vielen hochspezialisierten Branchenmessen.

 
Die Ergebnisse der Segmente im Einzelnen:

SICK unterteilt die Geschäftstätigkeit des Konzerns in die Segmente Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation. Das Segment Logistikautomation soll 2009 erstmals zahlenseitig abgebildet werden.

Fabrik- und Logistikautomation: Innovative Lösungen bringen Kunden Innovationssicherheit
Der Umsatz der Segmente Fabrik- und Logistikautomation, die Sensoren und Lösungen für die Automatisierungs- und Sicherheitstechnik sowie die automatische Identifikation anbieten und insbesondere in den Branchen Verpackungstechnik, Robotik, Maschinenbau, Automotive sowie Lager- und Fördertechnik aktiv sind, stieg im Geschäftsjahr 2008 um 1,9 Prozent auf 601,3 Mio. Euro.
Das umfassende Produktportfolio aus Sensoren, Steuerungen und Systemen für die Fabrikautomation bedient zahlreiche Branchen, dies ich im Berichtsjahr sehr unterschiedlich entwickelten. Erfreulich entwickelte sich im Jahr 2008 die Solartechnik und die Verpackungsindustrie. So gestaltete sich 2008 für die Holzindustrie schwierig, und auch die Textilbranche und die Druckindustrie waren von zunehmend schwächer werdender Auftragslage gekennzeichnet. Der Maschinen- und Anlagenbau boomte regelrecht bis zur Jahresmitte und trübte sich zusammen mit der Automobilindustrie während des 2. Halbjahres stark ein.

Die Logistikautomation hat die Aufgabe, Logistik- und Distributionsprozesse zu gestalten und zu optimieren. Überall dort, wo Materialflüsse automatisiert oder Sortier-, Kommissionier- und Lagerprozesse effizienter, schneller und zuverlässiger werden sollen, bietet SICK optimale Lösungen. Kurier-, Express- und Paketdienstleister gehören genauso zu den Kunden wie Systemintegratoren sowie Betreiber von Flug-, Container-Häfen und Umschlagterminals. Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war auch in der Logistikautomation spürbar, dennoch verlief das Geschäftsjahr 2008 zufriedenstellend, da kostenoptimale, ressourcenschonende Automatisierung insbesondere im Transportwesen weiterhin gefordert ist. Während im Berichtsjahr bei der Ausstattung großer Logistikdienstleister neue Projekte gewonnen werden konnten, setzten Hafenbetreiber vermehrt auf Nach- und Umrüstung bestehender Container-Terminals.

Prozessautomation setzt Trend zu Umweltschutz und Effizienz
Im Segment Prozessautomation bietet SICK Produkte und Dienstleistungen für komplexe Messaufgaben in der Emissions- und Prozessmesstechnik. Kontinuierlich messende Analysatoren für Gas, Staub und Prozessflüssigkeiten liefern maßgeschneiderte Lösungen für Industriebereiche wie z.B. Kraft- und Zementwerke oder Müllverbrennungsanlagen. Eichfähige Durchflussmessgeräte finden ihre Anwendung besonders beim Erdgastransport.
Klimawandel, Ressourcenschonung, Emissionsminderung – in wohl kaum einem Jahr stand das Thema Umweltschutz mit seinen vielfältigen Aspekten so im Mittelpunkt von Politik und Gesellschaft wie 2008. Dem Segment Prozessautomation gelang es erfolgreich die Anforderungen von betroffenen Schlüsselbranchen  in prozess-, praxis- und umweltgerechte Lösungen umzusetzen und die ehrgeizigen Ziele des Geschäftsjahres voll zu erfüllen.
Mit eine Umsatzsteigerung von 15,7 Prozent auf 136,0 Mio. Euro blickt das Segment auf ein extrem erfolgreiches Jahr zurück.

Ausblick: Schwierige Prognose für 2009
Die Auftragslage bleibt im SICK-Konzern nach dem sehr schwachen ersten Quartal 2009 unter Druck. Speziell der Werkzeugmaschinen- und Anlagenbau tendiert dazu, weiter zu schrumpfen. Die Automobilbranche ist in einer heftigen Orientierungsphase mit noch nicht geklärtem Ausgang, speziell in Amerika. Der für SICK wichtige Markt in Deutschland ist weiterhin von einem negativen Book-to-Bill Verhältnis gekennzeichnet. Dem entgegen können erfreulicherweise Märkte in China, Indien und auch in Amerika mit einem positiven Book-to-Bill Verhältnis aufwarten, teilweise allerdings auf einem geringen Niveau.

Die Segmente Logistik- und Prozessautomation im SICK-Konzern konnten sich dem starken Abschwung der Fabrikautomation bisher entziehen. Damit können durch die breite Branchenaufstellung starke Rückgänge in einzelnen Bereichen, zumindest teilweise, kompensiert werden. Trotzdem rechnet der SICK-Konzern für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang von 20 % mit einem sehr großen Unsicherheitsfaktor. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Anpassung der Kostenstrukturen werden von allen Unternehmens-ebenen mit großem Engagement getragen. Damit setzt das Unternehmen trotz der erheblichen Marktunsicherheit auf seine angestammten Tugenden: Innovation mit hoch engagierten Mitarbeitern.

Die SICK AG ist weltweit einer der führenden Hersteller von Sensoren und Sensorlösungen für industrielle Anwendungen. Weitere Informationen zu SICK erhalten Sie im Internet unter http://www.sick.com oder unter Telefon +49 (7681) 202 – 3873.

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