Dachpfannen, Bodenfliesen: In der Keramikproduktion muss Fluorwasserstoff zur Verminderung der Umweltverschmutzung gemessen werden. Mit SICK.
Anforderung: Prozessüberwachung & Steuerung
Ob rund oder eckig, groß oder klein – welche Farbe und welcher Verwendungszweck auch immer: keramische Erzeugnisse werden in aller Regel in Durchlauföfen vom getrockneten Formkörper in ein hartes wasserfestes Produkt überführt. Die verwendeten Rohmaterialien, Ton mit verschiedenen Zusätzen, enthalten fluoridhaltige Mineralien. Während des Brennprozesses wird Flusssäure freigesetzt. Das giftige Abgas muss nach der Emissionsrichtlinie 2008/1/EG mit der best verfügbaren Technik emissionsmindernd gereinigt werden. In einem Schüttschichtfilter mit einem Sorbens aus Kalkstein und/oder Kalkhydrat wird die giftige Flusssäure herausgefiltert, ggf. auch Schwefeldioxid. Die Emissionsgrenzwerte sind gesetzlich festgesetzt. Die Einhaltung wurde bislang durch monatliche Vergleichsmessungen mit manuellen Proben überwacht. Geht es aber auch einfacher? Die Lösung bietet SICK.
Kunden-Lösung: In-situ-Messung: berührungslos und kontinuierlich
Fluorwasserstoff ist ein farbloses, stechend riechendes und reaktives Gas, das stark ätzend auf Haut und Schleimhäute wirkt. Die extraktive Messung mit einer Messgasaufbereitung würde besondere Maßnahmen erfordern. Die In-situ Analysatoren der GM700-Serie eröffnen neue Möglichkeiten, schwierig zu messende Messkomponenten wie HF, HCl oder NH3 mit bisher unerreichter Selektivität – ohne Einsatz von Prüfgasen – zu messen. Die Verwendung der direkten Laser-Spektroskopie mit einer genau angepassten Spektrallinie erlaubt eine hochauflösende Messung ohne Querempfindlichkeiten-Einfluss, drift- und justierungsfrei. Einsatz findet bei dieser Messung die GM700 Cross-duct Ausführung hinter dem Absorber. Dabei wird der gesamte Kanalquerschnitt für eine optimale Empfindlichkeit und repräsentative Messergebnisse genutzt. Somit wird gleichzeitig die Absorberwirksamkeit kontrolliert und der wirtschaftliche Betrieb der Abgasreinungsanlage überwacht.
Kundenutzen: Zuverlässigkeit, Präzision und sehr kurze Ansprechzeiten
• Unverfälschte Messwerte durch In-situ-Messung direkt im Prozess• Erfassung schneller oder kurzzeitiger Prozessschwankungen• Genau und driftfrei durch direkte Spektroskopie – keine Justierung mit problematischen Prüfgasen erforderlich, dadurch hohe Kosteneinsparung• Hohe Zuverlässigkeit im laufenden Betrieb • Einsetzbar auch bei rauen Umgebungbedingungen am Messort • Geringer Wartungsaufwand und große Wartungsintervalle, da keine bewegten Teile
Industrie: Keramikindustrie