Die Baureihe S300 Mini bietet zertifizierte Sicherheit für Maschinenbauer und Anlagenbetreiber: Sie erfüllt die sicherheitstechnischen Anforderungen des Performance Level d nach EN ISO 13849 sowie von SIL2 nach IEC 61508 und entspricht den Anforderungen an optoelektronische Schutzeinrichtung gemäß Typ 3 der IEC 61496.
S300 Mini: Bauhöhe eines Blackberry
Nur 116 mm Höhe – etwa so viel wie bei einem Blackberry – misst die Kleinst-Bauform der S300-Mini-Geräte. Damit sind dies die weltweit kompaktesten Sicherheits-Laserscanner ihrer Art. Kein anderes Gerät ermöglicht eine derart platzsparende Installation. Dadurch ist die Baureihe hinsichtlich der Integration so flexibel, dass sie den Anforderungen unterschiedlichster Einsatzbedingungen und Anwenderwünsche in der Intralogistik gerecht wird.
Sicherheitsgerichtete Überwachung für die stationäre und mobile Fördertechnik
Die Baureihe S300 Mini umfasst aktuell zwei Sicherheits-Laserscanner mit unterschiedlichen Merkmalen. Anwendungen, in denen es ausschließlich darum geht, mit Hilfe eines sicherheitszertifizierten Sensors einen zuverlässigen Personen- oder Kollisionsschutz zu erreichen, werden mit der Version Standard als sicherheitstechnischer Basislösung gelöst. Hierzu gehören vor allem stationäre Applikationen, z. B. die Absicherung stationärer Fördertechnikmodule wie Umsetzer und Hubwerke. Der S300 Mini Standard eignet sich aber auch im mobilen Einsatz an Querverteilwagen in der Vorzone eines Hochregallagers, an schienengebundenen Transferplattformen für Paletten oder Gitterboxen oder zur Heck- oder Seitenabsicherung von fahrerlosen Transportfahrzeugen. Die Reichweite des 270°-Schutzfeldes beträgt 2 m, innerhalb dessen ein Triple-Feldsatz mit einem Schutz- und zwei Warnfeldern programmiert werden kann. Als direkter Schaltausgang zur Anlagen- bzw. Fahrzeugsteuerung verfügt das Gerät über ein OSSD-Paar (Output Signal Switch Device).
Die Remote-Variante des S300 Mini wurde zur Lösung komplexer Sicherheitsanforderungen entwickelt. Mit dem Gerät können bis zu 16 Triple-Feldsätze und bis zu 32 Überwachungsfälle realisiert werden – ideal also z. B. für FTS-Applikationen und für unbemannte Gabelstapler, aber auch für stationäre Gefahrenbereiche mit wechselnden Schutzfelddimensionen. Durch die strecken- bzw. prozessabhängig dynamisch umschaltenden Feldsätze wird dem Anlagenbetreiber ein Höchstmaß an Sicherheit, kombiniert mit bestmöglicher Maschinen bzw. Fahrzeugeffizienz, geboten. Hinzu kommt, dass über die neueste Generation der EFI-Schnittstelle (Enhanced Function Interface), die EFI extended, und mit Hilfe des Safety Controllers der Sicherheitssteuerung FlexiSoft von SICK jetzt bis zu vier berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen, z. B. zwei S3000 Expert und zwei S300 Mini Remote, in einem Netzwerk zusammengefasst und so auch komplexe Absicherungsaufgaben umgesetzt werden können. Im Betrieb ermöglicht das sichere Netzwerk ein intelligentes Umschalten der Feldsätze der einzelnen Scanner – abhängig von den jeweiligen Betriebszuständen, Geschwindigkeiten und Randbedingungen. Zudem erlauben Erweiterungsmodule die Einbindung unterschiedlichster taktiler, elektromechanischer und berührungslos wirkender Sicherheitssensoren aus dem breiten SICK-Portfolio – oder auch von anderen Herstellern.
Ob bei der Bereichsabsicherung an stationären Materialfluss-Modulen oder als Personenschutzeinrichtung an autonomen mobilen Fahrzeugen – in beiden Fällen überzeugt die Baureihe S300 Mini durch ihre hohe Flexibilität, Integrationsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit.