P wie Positionieren – die Namensgebung des Inspector P30 deutet klar auf sein Einsatzgebiet hin. Die integrierte LED-Lichtquelle garantiert eine optimale Beleuchtung der zu erkennenden Objekte, z. B. von Teilen auf Zuführ- und Transportsystemen, von optischen Leitlinien für fahrerlose Transportfahrzeuge oder von Anfahr-Referenzpunkten für Regalbediengeräte. Das Optikkonzept des kompakten, platzsparenden Visionsensors folgt flexibel den Anforderungen der jeweiligen Applikation. Erforderliche Bildfenster werden durch die Auswahl des passenden Objektives umgesetzt; Farbfilter ermöglichen bei Bedarf die Anhebung von Kontrasten. Fremdlichteinflüsse, z. B. Reflektionen aus dem Stahlbau eines Lagers, werden mit Hilfe des anschraubbaren Diffusors als mögliche Störquellen für die Bilderfassung eliminiert. Je nach Aufgabenstellung können sowohl einzelne als auch mehrere Objekte mit Hilfe leistungsfähiger Tools erkannt sowie in Position und Drehlage bestimmt werden. Die Auswertung des Inspector P30 erlaubt es, Greif- oder Anfahrpunkte präzise zu bestimmen und die Aktoren des Systems entsprechend zu führen.
Einfache Integration
Beim Inspector P30 ist die reibungslose Integration ein wesentliches Leistungsmerkmal. Der Visionsensor lässt sich über seine bedienfreundliche Software-Oberfläche in wenigen Schritten konfigurieren. Einen wichtigen Beitrag zur kurzen Inbetriebnahmedauer des Visionsensors leisten Bildverarbeitungs-Tools wie z. B. der „Objektfinder“ zum Erfassen eines eingelernten Teiles oder der „Blob-Finder“ zur Positionsbestimmung mehrerer Objekte. Dadurch wird der Inspector P30 zur universellen Lösung für eine Vielzahl von Positionier- und Detektionsaufgaben im Materialfluss. Die steuerungstechnische Integration in die Systemumgebung erfolgt zum einen über Ethernet. Über den Feldbus werden Positions- und Winkeldaten übertragen, wie sie z. B. die Steuerungen von fahrerlosen Transportfahrzeugen oder von Regalbediengeräten benötigen. Zum anderen bietet der Visionssensor direkte digitale Ausgänge, z. B. zur Richtungsführung, mit denen Steuerungen bei Positionsänderungen schnell reagieren können. Zudem erlauben sie eine einfache Anbindung des Inspector P30 an Hochregallagersysteme wie auch die Umsetzung individueller Erweiterungsmöglichkeiten.
Mit dem Inspector lassen sich unterschiedlichste Aufgabenstellungen im Materialfluss lösen. Hierzu gehören die Lageerkennung von Teilen auf Zuführbändern in der Montage, das Greifen von Teilen z. B. durch Roboter oder Palettierer, das Feinpositionieren von Wagen in der Lagerlogistik und das Navigieren von fahrerlosen Fahrzeugen entlang von Linien oder Referenzmarken.