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Sichere Mensch-Material-Unterscheidung mit Muting im Verpackungsprozess 

 
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2011-05-13 

Waldkirch, im Mai 2011   
Die Ausfuhrüberwachung von Materialtransport für den Anlagenbetreiber noch effizienter und gleichzeitig manipulationssicherer zu gestalten ist die führende Aufgabe von Muting-Lösungen in der Verpackungsbranche. Und die schnelle Diagnose im Störungsfall zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit sollte hierbei eine Selbstverständlichkeit sein. Das alles bietet die Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranke M4000 Advanced. In Verbindung mit dem Sicherheits-Schaltgerät UE403 und anwendungsspezifischem Muting-Zubehör ist das System in der Lage, gefahrbringende Bereiche von End of line - Maschinen zu überwachen und gleichzeitig Materialtransporte durch das Schutzfeld hindurch zu ermöglichen. Auf diese Weise lassen sich z. B. Palettierroboter, Folienwickler und Umreifer ohne Leistungseinbußen platzsparend und hoch verfügbar absichern.
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Aufgabe der M4000 Advanced wie auch anderer berührungslos wirkender Schutzeinrichtungen ist es, den Zutritt in den Gefahrenbereich im Betrieb befindlicher Maschinen zu erkennen und diese dann sofort abzuschalten. Um dennoch einen Materialtransport z. B. in einen Umreifer hinein oder aus diesem heraus zu ermöglichen, kann die aktive Schutzeinrichtung mit Hilfe zusätzlicher Sensoriksignale temporär überbrückt werden. Bei diesem so genannten Muting wird die zeitliche und logische Abfolge der Signale von Mutingsensoren, z. B. von Lichtschranken, ausgewertet und überwacht. Gleichzeitig wird, basierend auf der Struktur von Muting-Systemen, sichergestellt, dass einer Person der Zugang in einen Gefahrenbereich verwehrt bleibt. Passiert eine Palette, wird die Abschaltung der Maschine durch die M4000 Advanced unterdrückt; passiert eine Person, wird der gesamte Förderprozess per Not-Halt gestoppt.

Neue Funktion, weniger Sensorik, mehr Platz: Die Ausfuhrüberwachung

Werden Mutingstationen für den Materialtransport in beide Richtungen ausgelegt, müssen auf beiden Seiten der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen Mutingsensoren angebracht werden. Gerade bei Maschinen im end of line-Bereich von Verpackungsanlagen findet der abzusichernde Materialtransport jedoch nur in eine Richtung statt: aus dem Palettierer, dem Folienwickler oder dem Umreifer heraus. Für diese Applikation hat SICK die Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranke M4000 Advanced mit der Funktion „Ausfuhrüberwachung“ ausgestattet. Hierbei befinden sich die Mutingsensoren innerhalb des Gefahrenbreichs. Das aus dem Gefahrenbereich zu befördernde Gut darf passieren, die Sicherheitseinrichtung wird überbrückt. Wird das Schutzfeld der M4000 Advanced ohne Ansprechen der Mutingsensoren verletzt, erfolgt dies zwangsläufig von außen: die Maschine wird daraufhin gestoppt.

Die Ausfuhrüberwachung bietet eine Reihe von Vorteilen. Da nur die Mutingsensoren innerhalb des Gefahrenbereichs eingerichtet werden müssen, entfallen die Anschaffung, der Platzbedarf und die Installation der bisher zusätzlich erforderlichen Mutingsensoren. Dies spart Kosten und Zeit. Der Auslaufbereich der Maschine wird kompakter, zudem ist das Risiko der Dejustage oder Manipulation dort installierter Mutingsensoren durch das Handling z. B. von palettierter Ware nicht mehr gegeben. Dies sorgt für ein Höchstmaß an Verfügbarkeit der Sicherheitstechnik – und damit der gesamten Fördertechnik. Der vollständige Mutingzyklus kann von der M4000 Advanced zeitgesteuert flexibel angepasst werden. Je nach sicherheitstechnischen Anforderungen kann die Zeitdauer für die Aufrechterhaltung des Mutings in der M4000 Advanced von 0,5 … 4 s eingestellt werden. Nach Freiwerden des ersten Mutingsignals läuft die eingestellte Zeit automatisch ab und beendet den Mutingvorgang. Dies ermöglicht eine optimale Synchronisation der Schutz- und Mutingfunktion mit der Leistung der Anlage und der daraus resultierenden Abfolge der Objekte im Materialfluss aus der Maschine heraus. Hat das Objekt die Schutzeinrichtung passiert, ist diese sofort, unabhängig von der eingestellten Zeit, wieder aktiv, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.

Erweiterte Diagnosemöglichkeiten optimieren Verfügbarkeit

Für mehr Verfügbarkeit der Anlagen und Transparenz hinsichtlich der Überwachungsfunktionen und Mutingprozesse sorgt die dreistufige Diagnosemöglichkeit des M4000 Advanced. So ist es möglich, auftretende Fehler im Mutingablauf schnell und detailliert zu visualisieren. Die sofortige Analyse der Sensorsignale und der materialflusstechnischen Ereignisse in der Mutingzone gewährleisten eine schnelle und gezielte Fehlerbehebung. Auch eine zeitversetzte Funktionsdiagnose ist möglich: hierfür kann ein Datenrekorder Signalabläufe auf die Festplatte eines PCs mitschreiben. Im Fehlerfall kann die Anlage so schnellstmöglich produktiv gesetzt werden und Fehler im Nachgang vorbeugend behoben werden. Im temporären Speicher des M4000 Advanced werden die letzten vier Abschaltungen des Systems gespeichert. Diese prozessnahe Betrachtung ermöglicht es, Ursachen zu erkennen, Abläufe zu optimieren und so Stillstandzeiten im Bereich der Endverpackung proaktiv zu minimieren.

Versionen für enge Installations- und Kostenverhältnisse runden die Baureihe ab. Die M4000 Advanced Curtain ermöglichen durch ihre hohe Auflösung eine Reduzierung von Sicherheitsabständen und damit Platzbedarf in und rund um die Maschine. Die Ausführung M4000 Advanced Aktiv/Passiv mit nur einer aktiven Seite halbiert den Verdrahtungsaufwand und ist daher besonders wirtschaftlich. Im Zusammenhang mit der neuen EN 13855 kann der Sicherheitsabstand bei Auswahl des 4 Strahl Aktiv/Passiv Systems wirtschaftlich verkürzt werden oder den Vorteil bieten, dass der unterste Strahl des Aktiv/Passiv Systems unterhalb eines Förderbandes platziert werden kann, um zusätzliche mechanische Schutzeinrichtungen gegen Unterkriechen zu vermeiden.

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