In Verbindung mit dem Sicherheits-Schaltgerät UE403 und anwendungsspezifischem Muting-Zubehör ist das System in der Lage, den Zugang von gefahrbringenden Bereichen zu überwachen und gleichzeitig Materialtransporte durch das Schutzfeld hindurch zu ermöglichen.
Platzsparend und intelligent: Die Ausfuhrüberwachung
Die Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranke M4000 Advanced mit der Funktion „Ausfuhrüberwachung“ wurde für Applikationen entwickelt, in denen der abzusichernde Materialtransport nur aus dem Lagerbereich hinaus, in eine Richtung erfolgt. Hierbei befinden sich die beiden Mutingsensoren geschützt innerhalb des Gefahrenbereichs – außenliegende Mutingsensoren sind zusätzlich nicht mehr erforderlich. Das spart Zeit und Kosten bei der Inbetriebnahme und eliminiert die Gefahr der Dejustage der Muting-Sensoren im laufenden Betrieb, da diese geschützt im Gefahrenbereich verbaut sind. Weiterhin wird dadurch der Platzbedarf im Auslauf der Anlage erheblich reduziert.
Noch höhere Verfügbarkeit durch weitere Diagnosefunktionen
Für eine noch höhere Anlagenverfügbarkeit und Transparenz hinsichtlich der Überwachungsfunktionen und Mutingprozesse sorgen die erweiterten Diagnosemöglichkeiten des M4000 Advanced. So ist es jetzt möglich, auftretende Fehler in Mutingabläufen für alle sich im Mutingzyklus befindlichen Signale verlustfrei darzustellen. Diese Darstellung kann mittels Datenrekorderfunktion in einer Datei abgespeichert werden und gewährleistet eine schnelle und gezielte Fehlerbehebung. Eine weitere zeitversetzte Funktionsdiagnose ist zudem möglich: hierfür speichert das M4000 Advanced in einer Ereignishistorie die letzten Abschaltungen des Systems. So wird ermöglicht, Muting-Ablauffehler zu erkennen, Abläufe zu optimieren und Stillstandzeiten im Materialfluss zu minimieren.
Aufgabe der M4000 Advanced wie auch anderer berührungslos wirkender Schutzeinrichtungen ist es, den Zutritt in den Gefahrenbereich im Betrieb befindlicher Maschinen zu erkennen und diese dann sofort abzuschalten. Um dennoch einen Materialtransport z. B. in einen Umreifer oder in ein Hubwerk hinein oder aus diesem heraus zu ermöglichen, kann die aktive Schutzeinrichtung mit Hilfe zusätzlicher Sensoriksignale temporär überbrückt werden. Bei diesem so genannten Muting wird die zeitliche und logische Abfolge der Signale von Mutingsensoren, z. B. von Lichtschranken, ausgewertet und überwacht. Dadurch wird eine sichere Mensch-Material-Unterscheidung erreicht.