Bei der Automatisierung distributions- und intralogistischer Prozesse stehen die Hersteller von Logistikanlagen und Ausrüster von Lager- und Fördertechnik im Wesentlichen vor drei Herausforderungen: der Erfassung und Identifikation logistischer Objekte, der mess-, steuerungs- und regeltechnischen Automatisierung von Anlagen sowie der Ausrüstung mit zertifizierter Sicherheitstechnik für einen gefahrlosen Betrieb.
Automatisierung „am Objekt“
Die Vermessung und Identifikation von Objekten entscheidet in vielen Fällen über die Umsetzbarkeit, Effizienz, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit logistischer Anlagenkonzepte. Aufgabenstellungen, die aktuell bei vielen Unternehmen anzutreffen sind, betreffen die Frage der richtigen Kennzeichnung und Identifikation von Materialflussobjekten – vom Paket bis zur Palette. Mit IDpro stellt SICK auf der CeMAT 2011 eine technologieübergreifende Plattform- und Portfoliostrategie vor, die eine anwendungsspezifische Auswahl der geeigneten Auto-ID Produkte ermöglicht. Entscheidend dabei ist, dass SICK im Augenblick der einzige Anbieter von Auto ID-Systemen ist, der alle Technologien Barcode, 2D und RFID im Portfolio führt, diese selbst entwickelt und fertigt und für sie eine einheitliche Plattform, d.h. durchgängige Bedienoberflächen, Prozessschnittstellen und Anschlussmöglichkeiten, geschaffen hat. Dadurch kann der Kunde aus technologischen Alternativen die beste Lösung auswählen – und das ist besser, als sich auf eine einzige angebotene Technologie verlassen zu müssen.
In der Förder- und Lagertechnik hängt deren Effizienz oft davon ab, wie verfügbar automatisierte Handlingsprozesse gestaltet werden können. Im Fokus steht die Sicherstellung störungsfreier Einlagerungsprozesse, für die eine exakte Detektion, Konturkontrolle, Vermessung und Klassifikation zwingend erforderlich sind. Je nach Objekt, aber auch entsprechend der anlagentechnischen und wirtschaftlichen Randbedingungen, kann SICK hier maßgeschneiderte Sensorkonzepte bieten – vom Array-Sensor für die sichere Palettendetektion über Lichtgitter-Lösungen zur Höhenerfassung von Objekten bis hin zu 2D-Lasermesstechnik und 3D-Konturerfassung zur Form- und Überstandskontrolle. Die Sensoren sorgen dafür, dass nur Objekte automatisiert bewegt werden, die auch die dafür erforderlichen Dimensionen und Eigenschaften besitzen. Dadurch werden Störungen von Einlagerprozessen wirkungsvoll vermieden.
Sortierprozesse mit Höchstleistungsanforderungen dominieren vor allem bei Dienstleistungsunternehmen für die Paket-, Post und Frachtlogistik. Hier entscheidet die richtige Sensorlösung nicht nur über die Genauigkeit und Qualität von Sortierprozessen, sondern immer öfter auch über den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, in dem sie eine genaue Datenbasis für die Abrechnung tatsächlich erbrachter Sortier- und Frachtdienstleistungen geschafft. SICK bietet für diese Aufgabenstellungen langjährige Lösungskompetenz – u. a. in Form von High End-Identlösungen für beliebige Lesesituationen sowie zertifizierbare Systeme zur Volumenmessung.
MSR-Technik für Logistikanlagen
Damit Materialflusssysteme reibungslos und effizient arbeiten können, ist es erforderlich, die Betriebszustände förder- und lagertechnischer Anlagen und ihrer Module zu erfassen, zu steuern und zu kontrollieren. In Staustrecken, an Weichen und beim Ausschleusen oder beim Handhaben kommt es darauf an, Objekte im Materialfluss bei jeder Ausrichtung oder Position auf dem Förderelement zuverlässig zu detektieren – unabhängig von seinen Oberflächeneigenschaften oder Einflüssen aus dem Anlagenumfeld. Eine andere, wesentliche Größe ist die Geschwindigkeit von Förderprozessen. Sie hat unmittelbaren Einfluss auf Sortiervorgänge, auf die Synchronisation von Anlagenmodulen, die Vermessung von Objekten, die Herstellung bzw. Einhaltung erforderlicher Objektabstände auf Stetigförderern und die Vermeidung unerwünschter aneinanderstoßender oder überlappender Gebinde, sogenannten Doubles. Für diese und andere, mess- und regeltechnische Aufgabenstellungen bietet das Portfolio von SICK eine Vielfalt von Sensoren für skalierbare Lösungen – von der einfachen Lichtschranke über programmierbare Encoder bis hin zu kamerabasierten Sensoren.
Sicherer Betrieb zu jeder Zeit
Logistische Anlagen werden nicht in menschenleerer Umgebung betrieben. Maschinenbediener, Wartungspersonal und andere Personen können sich jederzeit im Umfeld aufhalten und bei Unachtsamkeit gefahrbringenden Bewegungen z. B. von Drehtischen, Hubwerken oder Umreifern ausgesetzt sein. Aus diesem Grund ist das Thema Maschinensicherheit auch für die automatisierte Förder- und Lagertechnik relevant. SICK bietet hier ein breites Portfolio berührungslos wirkender Schutzeinrichtungen an. Sie gewährleisten optimale und normenkonforme Sicherheit, ohne die prozessbedingte Zugänglichkeit, Flexibilität und Leistungsfähigkeit der im Betrieb befindlichen Anlagen zu beeinträchtigen.
Nicht nur auf der CeMAT: SICK ist fokussiert auf Branchenlösungen
Die Herausforderungen, die die Automatisierung intralogistischer Prozesse über den gesamten Life Cycle einer Anlage hinweg an die Sensorik, Steuerungstechnik und den Service stellt, hat SICK in verschiedene branchenorientierte Lösungen umgesetzt. In der Kartonfördertechnik sorgt die neue Ausbauchungskontrolle wie auch die Erkennung, Identifikation und Klassifizierung von Kartons für eine störungsfreie Einlagerung und eine durchgängige Verfolgbarkeit im automatisierten Materialfluss. Zum Einsatz kommen optoelektronische, kamerabasierte und rotative Sensoren von SICK als Komplettlösungen, aber auch als Komponenten z. B. in Bandwaagen. In der Palettenfördertechnik ermöglicht SICK mit seinem weit gefächerten Sensor- und Steuerungsportfolio die verlässliche Erkennung von Paletten und Ladungen, wodurch höchste Anlagenverfügbarkeit und Prozesssicherheit sichergestellt wird. In der Sortertechnik sind zertifizierbare Lasermesssysteme von SICK die wesentlichen Komponenten für die eichgenaue Volumenerfassung – und damit die Voraussetzung für eine hohe Sortiergenauigkeit, bestmögliche Durchsatzleistungen und eine abrechnungsgenaue Datenbasis. Ergänzt werden sie von Identifikationslösungen und Sensoren zur Objektdetektion, Positionierung und sicherheitsgerichteten Überwachung. Für die Hängefördertechnik bietet SICK aus einer Hand Lösungen für die zuverlässige Identifikation von Objekten und Förderelementen an. Während diese gleichzeitig eine hohe Sortierqualität und eine durchgängige, dokumentierbare Artikelverfolgung gewährleisten, sorgen Positions- und Distanzsensoren dafür, dass sich z. B. Elektrohängebahnfahrzeuge kollisionsfrei und prozessoptimiert durch die Anlage bewegen. Überall dort, wo fahrerlose Transportfahrzeuge das ideale Materialflusskonzept darstellen, sorgen sicherheitsgerichtete, rotativ-wegmessende und navigationsunterstützende Sensorlösungen von SICK für optimale Sicherheit und Transportleistungen. Den Trend hin zu kompakten Fahrzeugen, Mobilplattformen, Servicerobotern und zellularer Fördertechnik in Gestalt selbststeuernder Fahrzeugschwärme (wie beim Multishuttle Move – Konzept des Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, das auf der CeMAT 2011 zu sehen ist) greift SICK mit Sensorkonzepten auf, die besonders die Anforderungen an Kompaktheit, integrierte Intelligenz, einfache Bedienung und hohe Energieeffizienz erfüllen.
SICK ist in der Lage, komplexe Anforderungen aus allen Bereichen der Intralogistik mit spezifischen Lösungen weltweit effizient, schnell und zuverlässig umzusetzen. Die CeMAT 2011 ist die beste Plattform dafür, um hierüber mit einem breiten Fachpublikum ins Gespräch zu kommen.
SICK in Kürze
Das 1946 gegründete Unternehmen SICK ist ein technologisch führender und weltweit tätiger Anbieter von Sensorik, Steuerungstechnik und Serviceleistungen für die Fabrikautomation, die Logistikautomation und die Prozessautomation. Der Konzern ist mit fast 50 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreichen Vertretungen in nahezu allen weltweiten Märkten aktiv. Insgesamt beschäftigt SICK über 5.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet mit ihnen im Jahr 2010 einen Umsatz von 748,9 Mio Euro. Im Segment der Logistikautomation ist SICK in den Bereichen Paketlogistik, Lagerhaltung, innerbetrieblicher Warentransport und Distribution, Containerterminals und Hafentechnik, Flughäfen sowie Verkehrssensorik tätig.