Typische Aufgabenstellungen des LUT9 IO-Link im Umfeld von Verpackungsmaschinen sind die Detektion von Schnittmarken bei der Folienverpackung, die Anwesenheits- und Positionsprüfung von Etiketten sowie die Erkennung von Beipackzetteln und fluoreszierenden Echtheits- bzw. Sicherheitssiegeln.
Vorteile der Integration per IO-Link
Die IO-Link Technologie ist charakterisiert durch ein standardisiertes herstellerunabhängiges Protokoll zum Datenaustausch zwischen einem Sensor und dem IO-Link-Feldmodul, von dem die Daten an ein Bussystem übergeben werden. Dies ermöglicht es dem LUT9 IO-Link, neben Binärinformationen auch umfangreiche Umfeld- und Servicedaten ohne separates Bussystem oder Zusatzleitung aus dem Anlagenumfeld zu erfassen und zu übertragen. Dabei werden die Daten über die ohnehin vorhandene Leitung übertragen, so dass keine Mehrkosten für die Verdrahtung oder für abgeschirmte Leitungen entstehen. Ein weiterer Pluspunkt aus Sicht IO-Link ist beispielsweise bei Verpackungsmaschinenherstellern, dass das Konzept kompatibel mit nicht für IO-Link vorgesehener Schalt- und Anschlusstechnik ist. Dadurch können in einer Maschine sowohl Standard- als auch IO-Link-Sensoren in der gleichen Kommunikations-Topologie eingesetzt werden. Damit ist IO-Link als Technologie für die Ausrüstung von Neuanlagen ideal – weil sie ohne großen Aufwand integriert werden kann.
Der LUT9 IO-Link kann direkt über die Steuerung parametriert und zu erkennende Luminophor-Markierungen eingelernt werden. Dies ermöglicht es, den Sensor auch nach seiner Montage an einem schwer zugänglichen Ort in der Verpackungsmaschine mit geringem Aufwand einzustellen. Im Betrieb sorgen die Anbindung per IO-Link durch die Übertragung von Betriebs- und Umfelddaten sowie verschiedene Filter zum Ausblenden von Hintergrundluminseszenzen für ein hohes Maß an Prozesssicherheit. Die kontinuierliche Meldung der Luminszenzintensität durch den Sensor hilft z. B. den Auftrag fluoreszierender Tinte zu kontrollieren und bei Bedarf den Tausch der Tintenpatrone anzustoßen. Auch mögliche Störeinflüsse, z. B. eine Verschmutzung auf der Sensoroptik, können über IO-Link frühzeitig erkannt und vorbeugend, d.h. ohne ungeplante Störung der Verpackungsmaschine, behoben werden.
Fehlerfrei und vielseitig
Was die Detektion fluoreszierender Objekte oder Markierungen betrifft, ist der LUT9 IO-Link ein sehr zuverlässiger und vielseitiger Sensor. Bei der Prüfung sendet das Gerät UV-Sendelicht aus. Ist im Sichtfeld des Sensors ein Objekt mit einem unsichtbaren Luminophor, z. B. ein Etikett oder ein Beipackzettel, vorhanden, wird der fluoreszierende Stoff zum Leuchten angeregt. Das dabei entstehende langwellige Licht im sichtbaren Spektralbereich wird vom LUT9 IO-Link optisch erkannt und ein Schaltsignal ausgegeben. Der große Abtastbereich von bis zu 250 mm vermeidet bei einem Produktwechsel in vielen Fällen eine mechanische Höhenverstellung des Sensors. Das Einlernen des Sensors bei der Inbetriebnahme erfolgt einfach und zeitsparend per 2-Punkt-Teach oder dynamischem Teach direkt am Gerät. oder per IO-Link über die Steuerung. Entsprechendes gilt für die Visualisierung der Luminszenzintensität: sie wird per Balkenanzeige am Gerät wie auch am Bedienpanel der Maschine angezeigt. Je nach Verpackungsprozess bietet der Sensor drei unterschiedliche Betriebsarten: High Resolution mit 500 Hz, 2,5 kHz - Schaltfrequenz für Standardanwendungen und 6,5 kHz für schnelle Verpackungsapplikationen. Ob es um die Ausrichtung von Flaschen im Transporteur geht, um die Erkennung von Inhalts- und Schmucketiketten, die Prüfung von Pharmaverpackungen auf einen vorhandenen Beipackzettel oder um die Prüfung von Echtheitskennzeichnungen – der LUT9 IO-Link vereint sensorische Höchstleitung, Flexibilität und automatisierungstechnische Benefits für mehr Verfügbarkeit von Verpackungsanlagen.