Die Praxis nicht nur in der Intralogistik zeigt, dass es nicht die einzig richtige Identifikationstechnologie gibt – es kommt immer auf die Anwendung und ihre technischen wie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an. Was es aber gibt, ist die Forderung von Maschinenbauern, Systemintegratoren und Anlagenbetreibern nach einheitlichen Integrations- und Bedienplattformen. Dahinter verbirgt sich der Wunsch, je nach Materialfluss- oder Logistikkonzept flexibel die jeweils passende Kennzeichnungstechnologie einsetzen zu können, ohne dafür jedes Mal einen hohen Integrationsaufwand z. B. für eine Förderanlage, ein Hochregallager oder einen Sorter betreiben zu müssen. Hier setzt SICK mit IDpro an.
IDpro: das SICK-Integrationskonzept für Barcode, 2D Code, RFID und Hybridsysteme
SICK ist im Augenblick der einzige Anbieter von Auto-ID-Systemen, der alle Technologien Barcode, 2D und RFID im Portfolio führt, diese selbst entwickelt und fertigt und für sie eine einheitliche Plattform, d.h. durchgängige Bedienoberflächen, Prozessschnittstellen und Anschlussmöglichkeiten, geschaffen hat. Basierend auf einer einheitlichen Plattform zeigen die Produktfamilien CLV6xx, LECTOR®620 und RFH620 alle erforderlichen Merkmale für zukünftige Anwendungen und sind ein Beweis für umfassende Auto-ID Kompetenz. Alle IDpro-Geräte zeichnen sich durch ein industriegerechtes Design aus und lassen sich auf die gleiche Weise anschließen, konfigurieren und parametrieren. Einmal erarbeitete Steuerungs- und Softwarestrukturen in einer Maschine oder Anlage sowie einmal parametrierte Datentelegramme können gleichermaßen für alle Auto-ID-Systeme genutzt werden. Anwender profitieren von kosteneffizienten und investitionssicheren Lösungen für ihre Aufgabenstellungen; Integratoren und OEM haben – ob bei den Barcodescannern der CLV6xx-Baureihe, den 2D-Codelesern LECTOR®620 oder dem RFID-Interrogator RFH620 – vollständig kompatible, vernetzbare und Hybridsystem-fähige Technologien mit einheitlichen Parametrier- und Bedienoberflächen, durchgängig kompatibler elektrischer wie auch mechanischer Anschlusstechnik sowie identischen Feldbuskomponenten.
Mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit bei der Integration und Inbetriebnahme
Durch die IDpro-Plattform können verborgene Potenziale für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit erschlossen werden. Üblicherweise haben Hersteller von Logistikanlagen eine unternehmensinterne Steuerungs- und Softwarestruktur definiert und dokumentiert. Ein Wechsel zu einer anderen Auto-ID Technologie ist deshalb nicht selten mit erheblichen Anpassungskosten verbunden. Mit IDpro kann ein Konstrukteur in Zukunft von Projekt zu Projekt die jeweils am besten geeignete Auto-ID Technologie einsetzen. Die informationstechnische Umsetzung erfolgt in einer einzigen, identischen Welt – unabhängig davon, ob ein Barcodeetikett, eine 2D-Codierung, ein Transponder oder auch ein Hybrid-Label zu identifizieren ist. Zudem kann er beim Einsatz von 2D-Codes oder RFID Transpondern sein bisheriges Engineering und Wissen weiter nutzen, da er sich bei der Einarbeitung z. B. in die Barcode-Technik aufgrund der gleichen Bedienoberfläche automatisch auch mit 2D- und RFID-Geräten vertraut gemacht hat. Der reduzierte Trainings- und Dokumentationsaufwand schlägt sich so auch wirtschaftlich positiv nieder. Je nach Anlage und Ausrüstung sind erhebliche Einsparungspotenziale für Softwareanpassungen, Konfigurations- und Integrationsaufwand möglich. Hierzu trägt auch bei, dass alle Geräte das einmal für eine Maschine bzw. eine Anwendung parametrierte Datenausgabeformat und individuelle Sortier- und Filterfunktionen bereitstellen können.
Sicher planen, sicher integrieren, sicher investieren
Den Integratoren gibt IDpro somit ein Höchstmaß an Planungs- und Investitionssicherheit, weil ihre Logistikkonzepte nicht mit dem Wechsel einer Technologie wertlos werden. Sie können das Grundkonzept der Lösung immer nutzen und die Datenerfassung am Objekt den jeweiligen Gegebenheiten anpassen, ohne komplexe Änderungen der IT-Prozesse für den Materialfluss durchführen zu müssen. Hinzu kommt, dass bei IDpro alle drei Ident-Systeme ohne zusätzliches Gateway direkt Ethernet-fähig sind. Zukünftige Industrial Ethernet-Protokolle können per Software eingespielt werden, was ebenfalls erheblich zur Investitionssicherheit von IDpro beiträgt.