Die Flexi Soft von SICK ist eine modulare Sicherheits-Steuerung, die von 12 auf bis zu 144 Ein-/Ausgänge erweitert werden kann und zudem Anschlussmöglichkeiten für Diagnose und Relaismodule bietet. Eingesetzt wird sie zur sicherheitsgerichteten Steuerung von Maschinen mit mittlerer bis komplexer Sicherheits-Logik. Hierfür bietet sie derzeit 38 TÜV-zertifizierte Funktionsbausteine sowie Integrationsschnittstellen für alle in der Intralogistik gängigen Feldbussysteme. Dank kurzer Abschaltzeiten von nur 8 ms ermöglicht die Flexi Soft sehr kleine Sicherheitsabstände, z. B. an einem Depalettierer, und damit kompakte, platzsparenden Maschinenauslegungen. Mit der SICK-spezifischen Schnittstelle EFI (für: Enhanced Function Interface) kann neben einer durchgehenden Diagnosemöglichkeit bis auf Sensorebene auch eine sichere Kommunikation zwischen der Steuerung und den sicheren Sensoren beispielsweise zur Umschaltung von Sensor Betriebsmodi genutzt werden.
In 10 Minuten auf Grün: Konfiguration per Flexi Soft Designer
Der Flexi Soft Designer ist ein intuitives Konfigurationstool für die einfache und sichere Lösung sicherheitstechnischer Applikationen an Maschinen und Modulen. Die Software steht kostenlos als Download im Internet zur Verfügung und ermöglicht es, in wenigen, grafisch geführten Bedienschritten eine komplette Sicherheitslösung zu erstellen. Hierfür stehen 255 Logikblöcke zur Verfügung, die sich einfach per drag & drop verknüpfen lassen. Der Anwender kann die passende SICK-Sicherheitssensorik in die Steuerung integrieren und die Prozess- und Sicherheitsfunktionen des erstellten Projektes, z. B. eines Hubwerkes oder eines Umsetzers, mit dem Flexi Soft Designer realitätsnah simulieren. Mit der Auslegung des Projektes entsteht in der Software zeitgleich eine ausführliche Verdrahtungshilfe für eine fehlerfreie und schnelle Inbetriebnahme.
Im Vierer-Verbund: Modulbezogene Sicherheitslösungen vernetzen
Gerade für das Entstehen komplexer, intralogistischer Materialflusssysteme ist es typisch, dass einzelne Maschinen und Anlagensegmente räumlich getrennt und auch zeitlich versetzt entstehen sowie – häufig erst am endgültigen Standort – in Betrieb genommen werden. Flexi Link, die Erweiterungsfunktion von Flexi Soft, ermöglicht es, bis zu vier sicherheitsgerichtet projektierte Module funktionsgerecht miteinander zu vernetzen. Einzelne Module einer fördertechnischen Anlage können flexibel verlinkt oder abgekoppelt werden; noch nicht betriebsbereite Module der später verketteten Anlage können emuliert, simuliert und nachträglich integriert werden. Verwaltet wird das Flexi-Link-System über das Konfigurationstool Flexi Soft Designer.
Die Herausforderung Sicherheit flexibel umsetzen
Ob Karton- oder Palettenfördertechnik, ob Sorter- oder Hängeförderanlagen oder Fahrerlose Transportsysteme – die Sicherheitssteuerung Flexi Soft bietet mit ihrem Konfigurationstool Flexi Soft Designer und der Erweiterungsfunktion Flexi Link eine Reihe von Vorteilen bei der sicherheitsgerichteten Auslegung von Materialflusskomponenten. Die sichere Kommunikation innerhalb eines Moduls wie auch zwischen bis zu vier Modulen ohne zusätzliche Hardware verringert den Platzbedarf im Schaltschrank wie auch die Kosten für Komponenten, Verdrahtung und Inbetriebnahme. Die Auswahl der geeigneten Hardware erfolgt schnell und einfach per drag & drop aus einer Icon-Liste. Die Sicherheits-Lösung ist maßgeschneidert – die Projektierung überflüssiger Ein- und Ausgänge wird vermieden und so Kosten gespart. Die Skalierbarkeit ermöglicht jederzeitige Erweiterungen. Im Simulationsmodus können die Sicherheitsfunktionen einzelner Module wie auch vernetzter Flexi-Soft-Stationen vor der Installation verifiziert und so zeit- und kostenaufwändige Modifikationen in der Aufbauphase der Materialflussanlage vermieden werden. Die Inbetriebnahme wird durch einen vollständigen Verdrahtungsplan, durch die Möglichkeit der Echtzeit-Diagnose sowie durch Systemstecker, die die Konfiguration speichern, wirkungsvoll unterstützt. Im Betrieb sorgt der Einsatz von Gateways, über die Ein- und Ausgangszustände, Status-, Fehler- und Diagnoseinformationen sowie nicht sichere Prozessdaten an die Flexi Soft übertragen werden, für eine Minimierung von Stillstandzeiten und so für eine zuverlässige und effiziente Verfügbarkeit der intralogistischen Gesamtanlage.