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Karosserieidentifikation in der Automobilindustrie: Mit RFID durchgängig und flexibel identifizieren
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2011-11-15
Waldkirch, November 2011
Je individueller die Fahrzeuge ausgestattet werden, desto mehr Informationen müssen die Automobilhersteller schon während der Produktion sammeln, verarbeiten und auswerten. Mit den aktuellen Entwicklungen in der RFID-Technologie eröffnen sich neue Potenziale für die Steuerung komplexer Prozesse und deren Rückverfolgbarkeit.
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Nur alle anderthalb Jahre bauen große Automobilhersteller das gleiche Auto. Nicht verwunderlich – bei Kombinationen aus mehreren hundert verschiedenen Lackierungen, Innenausstattungen, Motorisierungen und Zubehör. Doch diese Vielfalt bereitet auch Schwierigkeiten: So muss man zu jeder Zeit und an jedem Ort wissen, welches Auto gerade gefertigt wird. Deshalb ist es wichtig, dass schon bei der Montage der Bodengruppe eine eindeutige Kennzeichnung angebracht wird, mit der das entstehende Fahrzeug an allen weiteren Stationen bis hin zur Endmontage und Ausschleusung sicher identifiziert werden kann. Nicht so einfach, denn die dazu notwendigen Labels zur Identifikation müssen bei jedem Produktionsschritt sicher gelesen werden und dabei auch die üblichen Temperaturen von 200°C in der Lackierstraße überstehen. .
Bisher gab es hierfür verschiedene Identifikationstechnologien, die aber alle nicht durchgängig und gewerkeübergreifend eingesetzt werden konnten, da Bar- und Datamatrix-Codes nach dem Lackieren nicht mehr sichtbar sind. Alternativen wie Lochbleche, etc. sind aufwändig und teuer. 1D-/2D- oder aktive RFID-Verfahren werden im Rohbau und der Lackiererei am Montageträger (Skid) befestigt und zur Endmontage auf einen anderen Skid umgesetzt. Dies birgt das Risiko von Verwechslungen. Zudem verursacht der geschlossene Kreislauf der Transponder hohe Wartungs- und Handlingskosten.
Eine große Verbesserung bietet die Kennzeichnung der Karosse mit einer Body-ID auf einem RFID-Transponderlabel von Anfang an. SICK entwickelte speziell dafür ein kostengünstiges, temperaturfestes und formbeständiges ISO/IEC-18000-6-kompatibles UHF RFID-Label. Es wird so angebracht, dass es im laufenden Produktionsprozess stabil am Fahrzeug verbleibt. Es übersteht den Lackierprozess, kann auch danach noch gelesen und beschrieben werden und macht Verwechslungen unmöglich. Der zugehörige RFID-Reader RFU630 arbeitet mit UHF-Technik und bietet speziell für Anwendungen im Automobilbau ideale Lese- und Schreibeigenschaften. Innerhalb weniger Millisekunden werden die Transponder gelesen und beschrieben, so dass mit hohen Abtastraten eine sehr gute Lesegüte erreicht werden kann. Mit dem zugehörigen IDpro compliant Interface lässt sich die Lösung einfach in industrielle Netzwerkumgebungen integrieren. Das Spektrum reicht dabei von Ethernet TCP/IP, PROFINET IO über Ethernet/IP bis zu PROFIBUS DP und DeviceNET sowie RS232/422/485.
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