ANHANG (verkürzt)RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE
Der Bericht wurde in Anlehnung an die Vorgaben des DRS 16 erstellt.Es wurden im Wesentlichen dieselben Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden wie im letzten Jahresabschluss verwendet. Dieser Halbjahresfinanzbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZBilanzsumme/-strukturDie Bilanzsumme ging gegenüber dem 31. Dezember 2008 um 1,3 Mio. Euro zurück. Wesentliche Ursache dafür ist auf der Aktivseite der Rückgang der Forderungen um 1,7 Mio. Euro und der Rückgang der Vorräte bei gleichzeitigem Anstieg der Sachanlagen. Auf der Passivseite erhöhte sich der Bilanzverlust um TEUR 480 durch den zum 30. Juni 2009 erzielten Verlust. Die Rückstellungen verringerten sich um TEUR 597 und die Verbindlichkeiten um TEUR 230 gegenüber dem Jahresabschluss 2008. Die Entwicklung zum 30. Juni 2009 wird nachfolgend in den einzelnen Positionen erläutert.
SachanlagenDie bereits zum Jahreswechsel 2008/2009 begonnenen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Standortes, in den Umbau und die Erweiterung unserer Produktionsanlagen sowie in den Aufbau von Demogeräten unserer neu entwickelten Produkte prägten den Anstieg der Sachanlagen um TEUR 566 im 1. Halbjahr 2009 wesentlich.VorräteAufgrund des rückläufigen Auftragseingangs und dem daraus resultierenden geringen Umsatz, vor allem im 2. Quartal 2009, sind die Vorräte um TEUR 182 gesunken. Dabei konnte der Zulauf an Rohmaterialien aufgrund langfristiger Abnahmeverträge noch nicht vollumfänglich auf die neue Situation angepasst werden. Wir rechnen aber in der zweiten Jahreshälfte mit einer weiteren deutlichen Reduzierung der Bestände.Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDer Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 1,7 Mio. Euro gegenüber dem 31. Dezember 2008 ist im Wesentlichen auf gesunkene Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. So sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen unsere Muttergesellschaft SICK MAIHAK GmbH aufgrund des Umsatzrückgangs um TEUR 522. Weitere 1,1 Mio. Euro resultierten vorrangig aus den Auszahlungen des zum Jahresabschluss 2007 zurückgestellten Sozialplanes, was zu einer Verringerung der Forderungen an den Konzern-Cash-Pool der SICK AG in gleicher Größenordnung führte. Die gesamten Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 5,8 Mio. Euro.Rückstellungen für PensionenDie Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind um TEUR 50 moderat gestiegen.Sonstige RückstellungDie Reduzierung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 647 resultierte im Wesentlichen aus dem Verbrauch von Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 429 im Rahmen des Sozialplans und dem Verbrauch von sonstigen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen und Provisionen in Höhe von TEUR 182.
VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sanken gegenüber dem 31. Dezember 2008 um TEUR 230. Dabei sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 265 bei gleichzeitigem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 230. Die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf TEUR 486.
Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um TEUR 195, darunter die planmäßige Tilgung des erhaltenen Darlehens von der Unterstützungskasse der Maihak AG e.V. in Höhe von TEUR 150.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Bezüglich einzelner Positionen verweisen wir auf die Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im nachfolgenden Zwischenlagebericht.
ZWISCHENLAGEBERICHT
GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
Marktumfeld und AbsatzentwicklungDie Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch die Maihak AG voll erreicht. Trotz des insgesamt guten Geschäftsjahres 2008 zeigte sich bereits im November und Dezember 2008 ein Rückgang im Auftragseingang. Dieser Rückgang setzte sich im 1. und 2. Quartal 2009 mit einem stetigen Abwärtstrend im Auftragseingang fort. Dabei sind die Produktfamilien der Maihak AG und die Vertriebsregionen unterschiedlich stark betroffen. In unserer wichtigen Vertriebsregion Asien hat sich vor allem die Nachfrage unserer Produkte in China stark abgekühlt. Regierungsprogramme zur Modernisierung der bestehenden Kraftwerksanlagen, von denen wir bisher profitieren konnten, wurden auf ein niedriges Niveau zurückgefahren. Im wichtigen Inlandsmarkt sind große Teile unserer Produktpalette von den Auftragsrückgängen in der Stahl- und Autoindustrie betroffen. Diese betragen teilweise über 50 Prozent. Nur aufgrund unseres noch guten Auftragsbestandes zum Jahreswechsel 2008/2009 konnten wir bisher den Umsatzrückgang im Vergleich zum Rückgang im Auftrageingang noch gering halten.
Insgesamt lag der Auftragseingang zum 30. Juni 2009 mit 6,8 Mio. Euro um 5 Mio. Euro oder 43 Prozent unter dem Auftragseingang des 1. Halbjahres 2008. Bereinigt um die Geschäftsfelder Füllstandsmesstechnik und TOCOR, die zu Beginn des 4. Quartals 2008 verkauft wurden, lag der Auftragseingang um 32 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraumes.
Wir hoffen die Talsohle erreicht zu haben und gehen von einer Stabilisierung der Auftragseingänge im 2. Halbjahr aus.
MitarbeiterDer Personalbestand betrug zum 30. Juni 2009 86 Mitarbeiter (zum 31. Dezember 2008: 98 Mitarbeiter).
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Entwicklung von Umsatz, Gesamtleistung und ErgebnisIm Vergleich zum Vorjahreshalbjahr ist der Umsatz im Berichtszeitraum um 2,9 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro gesunken. Insgesamt fällt die Gesamtleistung im Vergleich zum 30. Juni 2008 um 3 Mio. Euro geringer aus. Dabei konnte die negative Bestandsveränderung von TEUR 489 durch einen Anstieg der Eigenleistung bei selbsterstellten Anlagegütern um TEUR 172 und den sonstigen betrieblichen Erträgen um TEUR 177 gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgefangen werden.
Zum Ende des 2. Quartals 2009 weist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einen Verlust von TEUR 477 aus (im Vorjahr: Gewinn in Höhe von TEUR 353)
Entwicklung der Kosten
Der Personalaufwand liegt mit TEUR 820 (22,9 Prozent) unter dem des 1. Halbjahres 2008 und bildet im Wesentlichen den Rückgang der Mitarbeiterzahl ab. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit einem leichten Anstieg von TEUR 65 (2,8 Prozent) fast auf dem Niveau des Vorjahres. Ursache hierfür waren vor allem die im ersten Halbjahr angefallenen hohen, durch Prüf- und Zertifizierungskosten beeinflussten Entwicklungsaufwendungen für unsere Neuprodukte. Trotz eingeleiteter Sparmaßnahmen haben wir auch in dieser Krisensituation die notwendigen Mittel für die Weiterentwicklung unserer Produkte bereitgestellt.
SpruchstellenverfahrenDas Hanseatische Oberlandesgericht hat durch Beschluss vom 11. Juni 2009 alle Beschwerden der Beschwerdeführer sowie die Anschlussbeschwerden der Maihak AG und der SICK UPA GmbH (jetzt firmierend unter SICK MAIHAK GmbH) gegen die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Hamburg über die Festsetzung der Barabfindung und Ausgleichszahlung, die nach Abschluss des Beherrschungs- und Gewinn- sowie Verlustübernahmevertrages vom 12. März 2001 zu zahlen sind, zurückgewiesen.
Das Spruchstellenverfahren ist damit beendet. Das Gericht hat entschieden, die nach dem Unternehmensvertrag angebotene Barabfindung je Stückaktie der Maihak AG von EUR 51,12 auf EUR 97,25 zu erhöhen. Die nach dem Unternehmensvertrag angebotene Ausgleichszahlung (Garantiedividende) bleibt unverändert.
RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT
Risiken der künftigen Entwicklung und RisikomanagementHinsichtlich der einschlägigen Risiken für die künftige Entwicklung und des bei der Maihak AG umgesetzten Risikomanagements verweisen wir auf die Ausführungen im letzten Geschäftsbericht.
Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen
Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum mit verbundenen Unternehmen Geschäfte getätigt. Der Umsatz wurde im Berichtszeitraum ausschließlich mit verbundenen Unternehmen erwirtschaftet. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Anhang.
AusblickWir erwarten in den kommenden Quartalen noch keine wesentliche Beruhigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und rechnen erst im Jahr 2010 wieder mit einem Wachstum auf niedrigem Niveau. Der Vorstand der Maihak AG führt zurzeit Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung hinsichtlich einer Reduzierung der Personalkosten. Oberstes Ziel ist es dabei, die Kernkompetenzen in der extraktiven Gasanalyse zu erhalten, um bei wiederanspringender Konjunktur mit guten und konkurrenzfähigen Produkten gestärkt aus der Krise herauszugehen.
Geschäftsführungs- und AufsichtsorganeHerr Dr. Bernd Cordes legte mit Wirkung zum Ende der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 sein Mandat als Vorstand der Maihak AG planmäßig nieder. Seit dem 13. Mai 2009 ist Herr Joachim Leins alleiniger Vorstand.
Die Hauptversammlung hat am 13. Mai 2009 Herrn Joachim Malich (Vorsitzender) und Herrn Prof. Dr. Jan Schäfer-Kunz (stellv. Vorsitzender) in den Aufsichtsrat der Maihak AG gewählt. Die Aufsichtsratsmandate der Herren Markus Vatter, Dr. Volker Wilke und Kurt Egbers (Arbeitnehmervertreter) sind turnusmäßig mit der diesjährigen Hauptversammlung ausgelaufen. Herr Holger Friedrich hat sein Aufsichtsratsmandat als gewählter Arbeitnehmervertreter am 13. Mai 2009 angetreten.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hamburg, 13. August 2009
MAIHAK AGDer Vorstand