Suche   Starten
   
 
Personenschutz und Prozessoptimierung bei Mischek Systembau
Mit der zentralen Sicherheitssteuerung UE4470, den dezentralen E/A-Erweiterungen UE4421 sowie taktilen und berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen wurde beim österreichischen Betonfertigteil-Hersteller Mischek Systembau GmbH eine Gesamtlösung realisiert, die nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Prozesse der Anlage verbessert hat.

Das gesamte Projekt der sicherheitstechnischen Modernisierung der Betonfertigteil- Produktion wurde von der Unitechnik Cieplik & Poppek AG durchgeführt. Seit über 15 Jahren automatisiert das Unternehmen als Spezialist für automatische Logistiksysteme zusammen mit den Maschinenbaupartnern die Produktion von Betonfertigteilen. Etwa ein Dutzend verschiedene Arbeitsschritte sind für die Produktion eines Betonfertigteilelementes erforder- lich. Berücksichtigt man, dass eine 3,5 x 13,5 m² große, betongefüllte Schalungspalette bis zu 22 t wiegen kann, wird die Bedeutung der Absicherung der einzelnen Arbeitsplätze deutlich.

Sicherheit und Prozessverbesserung: Doppel-Ziel bei Mischek
Das Mischek Fertigteil-Werk Gerasdorf bei Wien produziert jährlich etwa 75.000 Tonnen raumhohe Betonelemente, die vorwiegend im Wiener Wohnungsbau (Großtafelbauweise) eingesetzt werden. Reinigen/Ölen, automatisches Schalen, Schalungsergänzungen, Bewehrung/Einbauteile, Betonieren, Verdichten, Aushärten, Abheben – der Transport zwischen den einzelnen Arbeitsstationen erfolgt automatisch, während viele Arbeitsschritte von Mitarbeitern durchgeführt werden. Im Zuge einer Umstellung der Anlage auf aktuelle Automatisierungssysteme sollte auch die Sicherheitstechnik an den zehn Umlaufplätzen sowie an weiteren Bearbeitungs- bzw. Handhabungsstationen modernisiert und so gestaltet werden, dass sie zu einer Verbesserung der produktionslogistischen Prozesse beiträgt.

Passendes Sicherheits-Portfolio
Bei Mischek kommen zur Absicherung der Umlaufstationen sowie der Rüttelstation gegen Betreten insgesamt zehn zweistrahlige Mehrstrahl-Sicherheits- Lichtschranken M4000 zum Einsatz. Eine weitere M4000 sorgt – in Verbindung mit einer Umlenk-Spiegelsäule – für die zweiseitige Überwachung des Paletten- Kipptisches. Mehr als ein Dutzend Sicherheits-Positionsschalter i110 mit Rollenhebel werden zur Abfrage der Gittertore zwischen Schiebebühnen-Fahrweg und den verschiedenen Umlaufstationen eingesetzt. Die Überwachung der Zugangstüren übernehmen Sicherheitsschalter i17 mit separatem Betätiger.

Zentral: Sicherheitssteuerung UE4470 bietet prozessgerechte Überwachungslogik
Herzstück der Systemlösung ist die Sicherheits- Steuerung UE4470, über die die Hauptabschaltkreise laufen. Sie ermöglicht es über zertifizierte Funktionsblöcke, die Mehrstrahl-Sicherheits- Lichtschranken, Not-Aus-und Zustimm- Taster sowie die Tür- und Tor-bezogenen Sicherheitsabfragen logisch miteinander zu verknüpfen. Im Betrieb können Status-, Diagnose- und Fehlermeldungen vor Ort oder über das Netzwerk erfasst und verarbeitet werden. Hierzu ist die UE4470 über ein PROFIBUS-Gateway in die Kommunikationsstrukturen der Gesamtanlage integriert. Dadurch lassen sich durchgängige Konzepte zur Maschinenabsicherung realisieren, die auch einen positiven Einfluss auf die automatisierungstechnischen Abläufe haben können, z.B. auf die Leistung und Verfügbarkeit der Schiebebühnen. Für die komplexen Aufgabenstellungen bei Mischek wurde das Sicherheitssystem UE4470 mit Hilfe dezentraler E/A-Einheiten UE4421 erweitert. Mit diesen IP-20-Feldbusknoten und ihren sicheren Ein-/Ausgängen war die Integration der Sicherheitsgeräte vor Ort problemlos möglich. Je eine UE4421 übernimmt die Überwachung der Signale von zwei benachbarten Bearbeitungsstationen; an der Rüttelposition und am Kipptisch kommt jeweils eine UE4421 zum Einsatz. Dadurch wurden erhebliche Kosten für Verkabelung und Installation eingespart.

Positiv: Die Inbetriebnahmeerfahrungen
Bei Unitechnik zieht man ein positives Fazit aus dem Einsatz des von SICK mitprojektierten und gelieferten Sicherheitspaketes, das bei Mischek seit Januar 2007 in Betrieb ist. Das Programmieren erwies sich als bedienfreundlich. Die Möglichkeit, die Sicherheitslogik ohne Hardware im Haus auszutesten, vermeidet unnötigen Stress und Zeitverlust auf der Baustelle. Gleichzeitig ist die Lösung mit der UE4470 so flexibel, dass sich evtl. vor Ort erkannte, zusätzliche Überwachungsfunktionen sensorisch und logisch ergänzen lassen. Die durchgängige sicherheitstechnische Zusammenarbeit mit SICK als Systemlieferanten für die Sensor- und Steuerungstechnik hat für den Unitechnik- Kunden Mischek zu einer maßgeschneiderten und kostenoptimierten „Safety Solution“ geführt, die jetzt das CE-Zeichen trägt.
 
Kontakt
Infoservice
SICK informiert